Der Wirkstoffhersteller Evotec hat sich mit 15 Mio. Euro eine Minderheitsbeteiligung an dem britischen Unternehmen Exscientia Ltd gesichert, wird damit erster strategischer Anteilseigner des Unternehmens und investiert damit in die beschleunigte Wirkstoffforschung durch Einsatz von künstlicher Intelligenz (AI).

Durch die damit verbundene Erweiterung der bereits seit ca. einem Jahr bestehenden Partnerschaft zwischen Evotec und Exscientia erhält das britische Unternehmen die Ressourcen, neue immunonkologische Therapeutika zu entwickeln und damit bessere therapeutische Moleküle schneller und kostengünstiger zu entwickeln und die Forschung auf der automatisierten Design-Plattform zu beschleunigen.

Die Investition ist:

…die bislang größte Platzierung von Eigenkapital und gilt einem Unternehmen, das unserer Meinung nach in der AI-Technologie führend ist,

so Dr. Werner Lanthaler, CEO von Evotec in einem ersten Kommentar.

Evotec-Aktien bleiben auf Höhenflug

Aktionäre von Evotec können seit langem schon äußerst entspannt auf die Kursentwicklung blicken. Die im TecDAX gelisteten Papiere, die Anfang 2016 noch zu Kursen um die 3 Euro gehandelt wurden, haben sich inzwischen um mehr als 500 Prozent auf aktuelle 18,86 Euro verteuert und haben damit den höchsten Stand seit mehr als 15 Jahren erreicht.

Allerdings ist das inzwischen erreichte Kursniveau recht ambitioniert. Weshalb die Papiere auf positive Meldungen, die früher für einen Kurssprung gesorgt hätten, nicht mehr ganz so euphorisch reagieren. Vorbörslich notieren die Aktien auf Vortagsniveau und dürften im Bereich 18,80/90 in den neuen Handelstag starten.