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Symbolbild, KI-generiert

Schneider Electric Aktie: Rekorddeal drückt Kurs

Der größte Zukauf der Konzerngeschichte belastet Schneider-Aktien, während PTC-Titel nach der Übernahmeankündigung deutlich steigen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kaufpreis von 205 Dollar je PTC-Aktie
  • 42 Prozent Aufschlag auf den Schlusskurs
  • Abschluss bis zum dritten Quartal 2027 erwartet
  • Quartalszahlen erscheinen bereits am 16. Oktober

Schneider Electric kauft den US-Softwareanbieter PTC für 22,6 Milliarden Dollar. Es ist die größte Übernahme der Konzerngeschichte. Die Börse quittiert den Schritt mit deutlichen Abschlägen, während die PTC-Aktie kräftig anzieht.

Die Eckdaten des Deals

Schneider zahlt 205 Dollar je PTC-Aktie, umgerechnet rund 20 Milliarden Euro. Auf den Freitagsschlusskurs von 144,03 Dollar entspricht das einer Prämie von 42 Prozent. PTC-Aktionäre profitieren unmittelbar: Vorbörslich legte der Titel an der NASDAQ gut 35 Prozent zu.

Strategisch zielt der Zukauf auf Produktdesign, -konstruktion und Datenmanagement. Konzernchef Olivier Blum spricht vom branchenweit umfassendsten Software- und KI-Unternehmen, das gemeinsam entstehen soll. Der Abschluss wird bis zum dritten Quartal 2027 erwartet.

Die Franzosen kalkulieren mit Synergien. Ab dem dritten Jahr sollen die jährlichen Kosten um 250 Millionen Euro sinken, beim Umsatz erhofft sich Schneider zusätzlich 800 Millionen Euro.

Anleger reagieren verschnupft

In Paris verlor die Schneider-Aktie zeitweise gut zehn Prozent und rutschte auf 271,10 Euro. Der Deal fügt sich in eine Reihe von Zukäufen an der Schnittstelle von Hard- und Software ein. Zuletzt hatte der Konzern den Kauf der bulgarischen Shelly Group für 1,2 Milliarden Euro vereinbart.

JPMorgan bleibt trotzdem bei „Overweight“ und einem Kursziel von 345 Euro. Analyst Phil Buller räumt ein, dass ein derart großer Zukauf europäische Investoren üblicherweise nicht begeistere. PTC sei aber ein Qualitätsunternehmen, zudem ergänzten sich die Aktivitäten eher, als dass sie sich überlappten. Auch frühere Deals hätten strategisch überzeugt.

Die hohe Prämie strahlt zudem auf andere Softwarewerte aus. Marktbeobachter sehen die Bewertungen von SAP, Nemetschek und TeamViewer dadurch stärker im Blick.

Zahlen kommen früher

Schneider zieht die Vorlage der Zahlen zum abgelaufenen Quartal auf den 16. Oktober vor. Dann dürfte der Konzern Fragen zu Finanzierung und Integrationsplänen beantworten müssen. Der Kurs von rund 271 Euro liegt rechnerisch klar unter dem JPMorgan-Ziel von 345 Euro.

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