Nordex-Aktionäre durchleben weiter äußerst anstrengende Zeiten. Nachdem die Aktien nach einer Umsatzwarnung im Februar von Kursen um die 20 Euro bis auf unter 13 Euro eingebrochen waren (wir berichteten bereits hier), gab es im Mai immerhin eine kleineKurserholung zurück über die 14 Euro-Marke und die Hoffnung, dass irgendwann das Schlimmste vorbei ist. Wenngleich aktuell nur wenige die Hoffnung hegen, schnell wieder Kursregionen von Ende 2016 jenseits der 30 Euro-Marke zu erreichen, so wäre doch selbst ein Kurs über 20 inzwischen Balsam für die Seele gewesen.

Allerdings kam es gestern noch heftiger. Ausgelöst von einer negativen Analystenstudie der Investementbank Macquarie stürzten die – zuletzt bereits wieder sehr schwachen – Papiere gestern erneut ab und schlossen bei nur noch 10,85 Euro. Die Analysten erwarten einen enttäuschenden Auftragseingang für 2017 und deshalb eine Korrektur der Markterwartungen für das Folgejahr nach unten. Deshalb senkten sie ihr Kursziel kräftig von 15,02 auf nur noch 9,00 Euro. Daraufhin drückten die Anleger erneut kräftig auf den Verkauf-Button.

Und auch heute dürfte kaum Erholung in Sicht sein. Zwar hat die NordLB – trotz Kurssenkung von 15,00 auf 14,00 Euro – die Einstufung auf „Kaufen“ belasssen, allein die Anleger wollen aktuell trotzdem nicht ins fallende Messer greifen.

Zum Handelsstart rutschen die Papiere weiter um 1,5 % auf 10,75 Euro ab. Bis hier von attraktiven Kaufkursen gesprochen werden kann, sollte man wohl doch noch etwas abwarten…