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Devon Energy: Raymond James hebt Ziel auf $72

Devon Energy übertrifft Gewinnerwartungen im ersten Quartal 2026, während die Fusion mit Coterra kurz vor dem Abschluss steht. Die Aktie fällt trotzdem.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordproduktion von 833.000 Barrel täglich
  • Fusion mit Coterra kurz vor Abschluss
  • Aktie trotz starker Zahlen im Minus
  • Neues Aktienrückkaufprogramm angekündigt

Devon Energy übertrifft die Erwartungen. Trotz volatiler Rohstoffmärkte liefert der US-Schieferriese Rekordzahlen und steht kurz vor einem gewaltigen Zusammenschluss. Die Börse reagiert heute dennoch mit einem deutlichen Kursrutsch.

Im ersten Quartal 2026 erzielte Devon einen bereinigten Gewinn von 641 Millionen Dollar. Das entspricht 1,04 Dollar je Aktie und liegt über den Schätzungen der Analysten. Die Produktion erreichte einen Spitzenwert von 833.000 Barrel Öläquivalent pro Tag. Besonders das Delaware-Becken trieb die Ölförderung auf 387.000 Barrel täglich.

Der Umsatz blieb mit 3,81 Milliarden Dollar hinter den Erwartungen zurück. Dennoch überzeugte das Unternehmen durch strikte Kostendisziplin. Die Investitionsausgaben lagen mit 848 Millionen Dollar rund sechs Prozent unter dem geplanten Mittelwert.

Das Management wandelte die operative Stärke in einen freien Cashflow von 816 Millionen Dollar um. Diese Mittel flossen unter anderem in den Rückkauf eigener Aktien.

Fusion mit Coterra vor dem Abschluss

Ein zentraler Wendepunkt steht im Mai 2026 bevor. Die Aktionäre haben der Fusion mit Coterra Energy bereits zugestimmt. Damit entsteht einer der größten unabhängigen Schieferöl-Produzenten der USA. Bis Ende 2027 will der Konzern jährliche Synergien von einer Milliarde Dollar heben.

Raymond James stufte die Aktie auf „Strong Buy“ hoch und setzte ein Kursziel von 72 Dollar. Die Analysten verweisen auf die günstige Bewertung. Devon wird mit dem 4,4-fachen des erwarteten Betriebsergebnisses für 2027 gehandelt.

Der Branchenschnitt liegt im Vergleich dazu beim 5,5-fachen. Die Experten prognostizieren außerdem eine Cashflow-Rendite von 13 Prozent für das kommende Jahr.

Kursrutsch trotz starker Zahlen

Trotz der fundamentalen Stärke verliert die Aktie heute über sieben Prozent auf 40,51 Euro. Ein Grund könnte die technische Überhitzung sein. Der Relative-Stärke-Index (RSI) markierte zuletzt mit 90,6 einen extrem überkauften Bereich.

Seit Jahresbeginn bleibt die Bilanz mit einem Plus von rund 25 Prozent dennoch positiv. Das Papier notiert damit weiterhin deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt.

Für das zweite Quartal plant Devon eine Produktion von bis zu 868.000 Barrel pro Tag. Nach Abschluss der Fusion soll außerdem ein neues Aktienrückkaufprogramm über fünf Milliarden Dollar starten. Detaillierte Finanzziele für das neue Gesamtunternehmen folgen im Juni.

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