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Bayer: 2,45 Milliarden für Perfuse Therapeutics

Bayer kauft das US-Biotech Perfuse Therapeutics, um die Pharma-Pipeline zu stärken und drohende Umsatzlücken durch Eylea-Patentabläufe zu schließen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kaufpreis bis zu 2,45 Milliarden Dollar
  • Fokus auf Augenheilkunde-Wirkstoff PER-001
  • Eylea-Patentablauf treibt Zukaufstrategie an
  • Aktie legt nach Bekanntgabe der Übernahme zu

Der Patentschutz für den Kassenschlager Eylea bröckelt. Bayer reagiert nun mit einer großen Übernahme in den USA. Der Leverkusener Konzern kauft das kalifornische Biotech-Unternehmen Perfuse Therapeutics. Das Ziel: Die eigene Pharma-Pipeline in der Augenheilkunde muss dringend wachsen.

Fokus auf neuen Wirkstoff

Für die Übernahme legt Bayer bis zu 2,45 Milliarden US-Dollar auf den Tisch. Davon fließen 300 Millionen Dollar sofort. Die restliche Summe zahlt Bayer erst, wenn Perfuse bestimmte Entwicklungs- und Umsatzziele erreicht. Der Abschluss erfordert noch die Zustimmung der Kartellbehörden und Aktionäre.

Im Zentrum des Deals steht der Wirkstoffkandidat PER-001. Das Präparat befindet sich in der mittleren klinischen Entwicklungsphase. Es zielt auf die Behandlung des Grünen Stars und der diabetischen Retinopathie ab. Weltweit leiden rund 226 Millionen Menschen an diesen Augenkrankheiten.

Die Lücke von Eylea schließen

Der strategische Hintergrund des Zukaufs ist eindeutig. Mit Eylea vertreibt Bayer aktuell eines seiner umsatzstärksten Pharma-Produkte. Allein im vergangenen Jahr brachte das Medikament Einnahmen von 3,1 Milliarden Euro ein.

Allerdings laufen hier bald wichtige Patente ab. Das öffnet den Markt für günstige Nachahmerprodukte. Kein Wunder. Bayer muss nach langer Pause wieder aktiv zukaufen, um zukünftige Umsatzlücken rechtzeitig zu schließen.

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Quartalszahlen und US-Gerichte im Blick

Die Börse honoriert den Vorstoß. Am Mittwoch kletterte die Bayer-Aktie um gut zwei Prozent auf 38,59 Euro. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier damit ein starkes Plus von knapp 61 Prozent.

Der nächste Härtetest für den Konzern folgt am 12. Mai. Dann präsentiert das Management die Zahlen für das erste Quartal. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Vorstand ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund zehn Milliarden Euro an.

Parallel dazu rückt die alte Glyphosat-Thematik wieder in den Fokus. Bis Ende Juni fällt voraussichtlich eine richtungsweisende Entscheidung des US Supreme Court. Dieses Urteil definiert die rechtliche Grundlage für zahlreiche offene Klagen in den USA direkt neu.

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