Weiter starke Nerven brauchen Aktionäre des insolventen Photovoltaik-Unternehmens Solarworld. Zudem dürften die starken Kursschwankungen immer mehr Spekulanten in die Papiere locken, was die Kursausschläge zusätzlich verstärkt. Kosteten die Papiere noch Anfang Januar mehr als 6 Euro, fielen sie nach der Insolvenzmeldung zwischenzeitlich deutlich unter die 1-Euro-Marke.

Heute nun das nächste Kapitel der Solarworld-Story, die man kaum spannender Verfilmen könnte. Nach Gerüchten über einen potentiellen Interessanten an Teilen der Solarworld-Produktionsstätten schossen die Papiere um rund 50% in die Höhe auf aktuelle 1,70 Euro. Bei dem möglichen Investor soll es sich demnach um die Qatar Foundation handeln, die bereits 29% der Anteile an Solarworld hält.

Konkret sollen die Investoren aus Katar an der Übernahme von Produktionsstandorten in Freiberg (Sachsen) und Arnstadt (Thüringen) interessiert sein. Zwar bestätigte der Insolvenzverwalter Gespräche mit Investoren, machte aber keine Angaben über deren Identität. Weshalb zum jetzigen Zeitpunkt auch nichts zum Wahrheitsgehalt der aktuellen Gerüchte gesagt werden kann.

Aber den AnlegernSpekulanten reicht das, um bei einem insolventen Unternehmen auf die Käuferseite zu wechseln und kräftig aufzustocken. Was sich für viele – heute zumindest – gelohnt haben dürfte.