Heute im Handelsblatt ein Interview mit Jom Rogers, das ich euch hier wärmstens ans Herz lege. Der Gute trifft genau meine Meinung zu den Schuldenexzessen bei den Staatsverschulden, dem sicher nie zustande kommenden Abbau dieser Megadefizite, zur Manipulation der Zinssätze durch die Regierungen, einem drohenden Käuferstreik der Anleger und damit auch zur Entwicklung der Anleihmärkte und zu Währungsfragen.

Unbedingt lesen.

HIER geht’s zum Interview

März 12th, 2010 | Lesenswert | No Comments »

So, mal was ganz Neues hier. Wie sicherlich schon bemerkt, hab ich heimlich, still und leise das Layout gewechselt. Einziger Sinn und Zweck, ich kann Artikel besser anteasern und Charts besser einbinden. Das ging beim alten Layout komischerweise in der Startseitenansicht gar nicht. Egal, ist vorbei.

Auch neu ist nun eine – mehr oder weniger regelmäßige – Nachbetrachtung einzelner Tage, und mit dem heutigen möchte ich gleich anfangen, da er für mich nach dem Artikel um ist, dann gehe ich ins Kino ;-)

Ich möchte ja etwas weg vom reinen Scalping, würde gerne mehr Schwünge handeln, außerdem will ich mal ein wenig technischer an das Ganze ran gehen. Heute war der Start, wenngleich eher unbefriedigend. Der Einstieg in die Orders lief zwar immer sehr gut, aber das Ordermanagement war großer Müll, d.h. ich bin gedanklich noch total im Scalping und hab die Orders meist 1 oder 2 Punkte später geschlossen.

bobl11032010

Gerade beim Trade Short bei 116.69 (in der Grafik der erste Pfeil) war das total zum in den Arsch beißen, danach ist der Bobl an der oberen Begrenzung abgeprallt (worauf ich ja auch getradet habe) und ist bis auf verfluchte 116.38 gefallen. Das ist dummerweise auch noch genau der Punkt, wo die Unterstützung im Wochenchart verläuft, und den beobachte ich auch. Also ich hätte es wissen müssen. Aber egal, ich übe ja noch.

Auch beim dritten und vierten Trade (Short 116.62/63 und Short bei 116.57)  stößt der Bobl schön an der oberen Trendlinie an, ich gehe zweimal Short, beim dritten Pfeil hab ich dann sogar mal zwei und drei Punkte mitgenommen. Aufgrund der sehr ausgeprägten Trendkanäle am heutigen Tag hab ich die Stopps auch sehr eng gesetzt, jeweils 5 Punkte über Orderentry.

Read the rest of this entry »

Die letzten Tage mehren sich ja die Nachrichten über mögliche Maßnahmen, die die Regierungen in Euroland nun ergreifen wollen, um den bösen Spekulanten das Handwerk zu legen. Denn diese haben es gewagt, gegen Griechenland zu spekulieren und damit auch noch Geld verdient. Und nun sind sie an allem Schuld.

Dabei ist das die völlig falsche Herangehensweise. Denn man bekämpft nicht die Wurzel des Übels, sondern nur dessen Auswirkungen. Denn nicht die Spekulanten haben Griechenland an den Rand des Abgrundes gebracht. Nicht die Spekulanten haben sich durch immer wieder getürkte Statistiken den Beitritt zum Euro erschwindelt. Und auch nicht die Spekulanten haben Griechenland auf Teufel komm raus verschuldet, so dass aktuell kaum noch die Zinsen zu bedienen sind.

Nein, kaum zu glauben, das war Griechenland selbst. Die Spekulanten nutzen nur die Verwerfungen, die sich nun aus dieser katastrophalen Lage ergibt, in die sich die Griechen selbst manövriert haben. So war es schon immer, das Kapital wird dahin gelenkt, wo es Verwerfungen bzw. Fehlsteuerungen gibt. Könnte man sich jetzt sogar fragen, ob dieser Lenkungsmechanismus nicht sogar was Gutes hat.

Denn wäre man wohl so schnell auf die Asienkrise, die Russlandkrise, die Immobilienblase gestoßen, wenn nicht Spekulanten kontinuierlich alle Märkte beobachten und nach Chancen suchen und dann ihr Kapital darauf ausrichten? Nun könnte man da sogar fragen, ob nicht möglicherweise ohne die Spekulanten, die Ungleichgewichte bzw. Verwerfungen frühzeitig bemerken, derartige Krisen – da erst spät festgestellt – viel schlimmer ausfallen würden.


Aber für die Regierungen, inbesondere die Griechische selbst, die den ganzen Mist verbockt hat, ist es natürlich arg leicht, mal schnell die Schuld nun den Spekulanten zuzuschieben, da diese aus der Misere auch noch Kapital ziehen. Aber ganz so einfach sollte man es sich nicht machen und auch mal an die eigene Nase fassen.

Deswegen finde ich es auch sehr bedenklich, wenn nun – wie der Spiegel heute meldet – die Euro-Länder Maßnahmen ergreifen wollen, um den Spekulanten derartige Geschäfte zu vermießen. Denn ich frage dann hier ganz klar:

WER SOLL UNS DANN VOR SOLCHEN KRISEN ZEITIG WARNEN? Meiner Meinung nach kann das nur das Kapital, was gezielt in die Verwerfungen gesteuert wird.

Meine Meinung.

…erreichte der Dow-Jones seinen “Finanzkrisen-2008-2009-Tiefststand” bei ca. 6.440 Punkten.

Can anyone remember? Vermutlich nicht, da der Dow Jones heute wieder bei über 10.500 Punkten steht, also in dem Jahr satte 64 Prozent zugelegt hat. Demzufolge muss die Finanzkrise ja vollständig vorüber sein ;-)

Nur mal so am Rande zur Börseneröffnung…


März 9th, 2010 | Tagesausblick | No Comments »

Ab sofort stelle ich um von der Veröffentlichung der Tagesergebnisse auf die etwas komprimiertere Form einer kurzen Wochenübersicht. Ich denke, dass ist im Interesse der Leser, ansonsten fühlt ihr euch evtl. etwas “geflutet” vom täglich gleich aussehenden Artikel “Tagesergebnis XX.XX.XXXX”. Und das will natürlich niemand.
Read the rest of this entry »

März 7th, 2010 | Allgemein | 2 Comments »

…wie sich die Märkte nach der Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktzahlen bewegen. Momentan weiss ich leider noch nicht, wie sie ausgefallen sind (hab leider nix Realtime in die Richtung), betrachtet man aber die Märkte, müssen sie besser als erwartet ausgefallen sein. Die Rentenmärkte jedenfalls haben nach der Veröffentlichung erstmal richtig abgelegt, der Bund fällt von 124.30 auf unter 124, auch beim T-Note sowie Euro/US-Dollar ging’s bergab.

An den Aktienmärkten hingegen deutliche Zugewinne nach der Veröffentlichung. Sobald ich die Zahl habe, stelle ich sie hier rein.

Hier nochmal eine schöne Impression vom T-Note März 2010, 2-Tageschart mit 5 min Balken.

T-Note nach Arbeitslosenquote

Chart: T-Note (ZN)-Future März 2010 – 2 Tages-Chart mit 5 min – Balken, Chart selbst erstellt mit Charttool von IB

März 5th, 2010 | Wirtschaftsdaten | 2 Comments »

Heut ist es wieder so weit, der erste Freitag im Montag, da gibt’s die US-Arbeitslosenquote, die wichtigste Zahl des Monats.

Letztes Mal lag diese ja überraschend niedrig mit 9,7 Prozent, Analysten hatten überwiegend noch die zehn vorm Komma prognostiziert. Für heute liegen die Erwartungen zwischen 9,8 und 10,0 Prozent.

Da jedoch gestern die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe bereits niedriger ausfielen, als erwartet und auch der ADP-Arbeitsmarktbericht vom Mittwoch nicht so schlecht war, könnte es gegebenenfalls eine minimale Überraschung geben.

Ich jedenfalls bin schon mal gespannt und halte den Finger am Abzug.

Schönen Tag


März 5th, 2010 | Wirtschaftsdaten | No Comments »

Heute hagelt’s nur so frische Wirtschaftsdaten. Deshalb ist heute a) große Vorsicht rund um diese Daten angebracht, schnell knocket’s einen da aus und b) große Aufmerksamkeit auf eine Vielzahl von Chancen gerichtet, denn gerade nach marktbewegenden Zahlen gibt’s ordentlich Bewegung, die sich öfters mal ganz gut handeln lässt.

Mal ‘ne kurze Zusammenfassung, was heute so Relevantes ansteht:

  • 11.00 Uhr gibt’s das europäische BIP für das 4. Quartal
  • 13.00 Uhr gibt die BoE ihr Sitzungsergebnis zu den Leitzinsen in GB bekannt
  • 13.45 Uhr gibt’s das gleiche Sitzungsergebnis von der EZB zu den Euro-Leitzinsen
  • 14.30 Uhr gibt’s aus den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe
  • 14.30 Uhr gibt’s aus den USA außerdem noch die Arbeitsproduktivität für das 4. Quartal 2009
  • 16.00 Uhr gibt’s – wieder aus den USA – die Industrieaufträge für den Jan 2010
  • 16.00 Uhr gibt’s weiter – immer noch USA – Zahlen zu den anstehenden Hausverkäufen für Jan. 2010.

Also, ihr seht, jede Menge Möglichkeiten, Geld zu verdienen oder ordentlich abzulegen ;-)

Lassen wir uns einfach mal überraschen und beginnen den Tag mit ein wenig Musik zum wach werden ;-)

März 4th, 2010 | Wirtschaftsdaten | No Comments »

Asche auf mein Haupt, denn ich bin noch die Ergebnisse vom letzten Freitag und von gestern schuldig. Aber mom. weiss ich einfach nicht, wo mir der Kopf steht ;-) Einfach zu viele Projekte…

Der Freitag brachte gediegene 133 Euro ein und war ganz entspannt, so macht es richtig Spass. Ohne groß Herzschmerz, Zittern und extreme Adrenalinausschüttung grundsolide Trades, hat man leider viel zu oft. Und weil es so schön war, verlief der gestriege Montag gleich nochmal auf die gleiche Art und Weise und brachte mir so 230 Euro ein.
Read the rest of this entry »

Der Sturm der Empörung über Deutschland seitens des EU-Mitglieds Griechenland ist inzwischen ja wohl jedem bekannt. Neu dazu kommen aktuell Boykottaufrufe griechischer Verbraucherverbände gegenüber deutschen Produkten.

Hmm, das gibt mir ein paar Minuten tiefen Nachdenkens. Das Griechenland, dass sich mit krassen Bilanztricksereinen überhaupt erst in die Eurorunde geschummelt hat, beschwert sich nun, dass Deutschland nicht hilft, um diese Tricksereinen wieder auszubaden.

Das Griechenland, dass – neben den Tricksereien, um überhaupt erst in die Eurorunde zu kommen – danach immer fleißig gegen eine Vielzahl der Kriterien des Stabilitätspaktes verstoßen hat, beschwert sich nun, dass Deutschland nicht hilft, um diese Verstöße auszubaden.

Das Griechenland, dass sich fleißig immer munter drauf los megaverschuldet hat, frei nach dem Motto: “Nach mir die Sintflut”, beschwert sich nun allen Ernstes, das wir nun nicht bereit sind, diesen ganzen Müll für die Griechen auszubaden?

Hallo, noch bei Trost? Bitte greift Euch doch mal an die eigene Nase und denkt bitte intensiv drüber nach, wer tatsächlich Schuld an der ganzen Misere ist. Dann werdet bitte ein wenig demütig und danach versucht – natürlich mit Hilfe anderer Euro-Länder – den Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen.

Aber bei soviel selbst verzapften Murks sollte man ganz, ganz still sein, und sich über jede noch so kleine Hilfe freuen, anstatt jetzt sogar noch groß rumzupoltern und die Schuld plötzlich bei anderen zu suchen.

Und dankbar sein, dass nicht plötzlich in Deutschland nach einem Boykott griechischer Waren aufgerufen wird. Denn es ist wohl nicht schwierig abzuschätzen, wem auf beiden Seiten ein Boykott des Anderen mehr weh tut…

Demut ist das Gebot der Stunde!

März 1st, 2010 | Wirtschaftsdaten | No Comments »
blogoscoop