Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat grünes Licht gegeben – aber mit entscheidenden Einschränkungen. Novavax‘ aktualisierter COVID-19-Impfstoff Nuvaxovid™ ist für die Saison 2025-2026 zugelassen, allerdings nur für bestimmte Risikogruppen. Bringt diese eingeschränkte Freigabe den erhofften Turnaround für das Biotech-Unternehmen?
Eingeschränkter Erfolg
Die späte Zulassung am Mittwochabend markiert einen wichtigen, aber komplexen Meilenstein. Der proteinbasierte Impfstoff von Novavax richtet sich gegen die derzeit zirkulierende JN.1-Variante, ist jedoch ausschließlich für Erwachsene ab 65 Jahren sowie für 12- bis 64-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen zugelassen. Diese Einschränkung folgt einem neuen US-Gesundheitskonzept, das sich von allgemeinen Impfempfehlungen verabschiedet und stattdessen gezielt vulnerable Gruppen schützen will.
Für Novavax bedeutet dies: Zwar ist Nuvaxovid™ der einzige nicht-mRNA-Impfstoff auf dem US-Markt und bietet eine Alternative zu den Produkten von Pfizer und Moderna. Doch das adressierbare Marktvolumen fällt deutlich kleiner aus als in früheren Jahren. Die kommerzielle Vermarktung übernimmt der französische Pharmariese Sanofi, von dem Novavax gestaffelte Lizenzgebühren erhält.
Gemischte Reaktionen
Die restriktive Zulassungspolitik der FDA stößt auf geteiltes Echo. Während einige Experten die fokussierte Strategie begrüßen, kritisieren Fachgesellschaften wie die Infectious Diseases Society of America die möglicherweise eingeschränkte Verfügbarkeit für breitere Bevölkerungsschichten. Für Novavax reduziert sich der potenzielle Absatz deutlich – ein herber Rückschlag für die ohnehin angeschlagene Aktie.
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Nun richtet sich der Blick auf das Beratungsgremium der CDC, das in Kürze konkrete Impfempfehlungen aussprechen wird. Diese Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, wie Ärzte den Impfstoff einsetzen und wie Krankenversicherungen die Kosten übernehmen.
Kommerzielle Bewährungsprobe
Der eigentliche Test für Novavax beginnt jetzt erst. Der kommerzielle Erfolg hängt ganz von der Vermarktungsstärke des Partners Sanofi ab. Können die beiden Unternehmen genügend Impfungen in der jetzt deutlich kleineren Zielgruppe platzieren? Die Antwort darauf wird den Aktienkurs in den kommenden Quartalen entscheidend prägen.
Immerhin: Die FDA-Zulassung sichert Novavax eine minimale Einnahmequelle und schafft Luft für die Entwicklung von Kombinationsimpfstoffen und anderen Pipeline-Projekten. Ob das reicht, um den Abwärtstrend der Aktie nachhaltig zu drehen, bleibt jedoch fraglich.
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