Das Laser-Kommunikationsunternehmen hat sein StaRUG-Verfahren abgeschlossen – mit dramatischen Folgen für Aktionäre. Das Grundkapital wurde auf null reduziert, die Aktien vom Handel ausgesetzt. Während das Unternehmen finanziell saniert wurde, verloren Investoren ihre komplette Einlage.
Frontalangriff auf Aktionäre
Die drastische Maßnahme trat bereits am 30. Juli mit der Handelsregistereintragung in Kraft, nachdem sie Ende Mai von der Gläubigermehrheit genehmigt wurde. JVF-Holding, der Hauptgläubiger, wurde durch einen Debt-to-Equity-Swap zum neuen Hauptaktionär – auf Kosten der bisherigen Anteilseigner.
Der Schuldenschnitt fiel massiv aus: JVF-Holding verzichtete auf Darlehensforderungen von 105,5 Millionen US-Dollar zuzüglich Zinsen und Gebühren. Diese finanzielle Entlastung verschafft dem Münchener Unternehmen Luft bis Ende 2028.
Operativer Neustart geglückt?
Trotz des radikalen Finanzschnitts lief der Geschäftsbetrieb ohne Unterbrechungen weiter. Mynaric lieferte über 100 CONDOR Mk3-Terminals aus, darunter ein komplettes Launch-Set für das Tranche-1-Programm der Space Development Agency.
Die Produktionseffizienz zeigt sich in beeindruckenden Zahlen:
– Mehr als 150 optische Köpfe produziert
– Dreistellige Produktionsausbeuten erreicht
– Entwicklung des CONDOR Mk3.1 mit 100 Gbps Datenrate läuft
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Kann Mynaric nach dem harten Sanierungsschnitt wieder durchstarten? Die operative Kontinuität spricht dafür, doch der Totalverlust für Altaktionäre wirft Schatten auf das Vertrauen.
Rocket Lab wartet in den Startlöchern
Das StaRUG-Verfahren war Voraussetzung für die geplante Übernahme durch Rocket Lab USA, die bereits im März angekündigt wurde. Der neue Hauptaktionär JVF-Holding soll Mynaric an den US-Raumfahrtkonzern verkaufen.
Strategische Partnerschaften wie die Kooperation mit APWORKS zur additiven Fertigung von Titan-Gimbal-Gabeln stärken die technologische Position. Die Quartalszahlen am 21. September werden zeigen, ob die Sanierung greift – für die enteigneten Aktionäre kommt jede Erholung jedoch zu spät.
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