Während der Snack-Riese kürzlich noch mit starken Quartalszahlen glänzte, zeigen sich nun Risse im Bullenbild. Analysten schrauben ihre Erwartungen leicht nach oben, doch technische Indikatoren und institutionelle Investoren senden deutliche Warnsignale. Steht Mondelez vor einer Trendwende oder ist dies nur eine vorübergehende Schwächephase?
Analysten bleiben vorsichtig optimistisch
Trotz der aktuellen Unsicherheiten halten die meisten Beobachter an ihrer grundsätzlich positiven Haltung fest. Das Konsensrating von 20 Wall-Street-Analysten bleibt bei „Moderate Buy“, wobei die Kursziele zwischen 72 und 74 Euro liegen. Besonders bemerkenswert: Zacks Research erhöhte erst kürzlich die EPS-Prognose für Q4 2025 von 0,77 auf 0,79 US-Dollar und sieht auch für 2026 und 2027 weiteres Wachstum voraus.
Doch nicht alle sind gleichermaßen überzeugt. JPMorgan Chase bestätigte zwar das „Overweight“-Rating, senkte jedoch das Kursziel von 78 auf 75 US-Dollar. Diese vorsichtige Korrektur deutet auf wachsende Bedenken hinsichtlich der zukünftigen Perspektiven hin.
Technische Signale schlagen Alarm
Während die Fundamentaldaten gemischt sind, zeigen die technischen Indikatoren ein deutlich bearishes Bild. Eine aktuelle Analyse identifizierte vier eindeutige Verkaufssignale ohne einzigen bullischen Gegenindikator. Obwohl der MACD-Indikator kürzlich einen goldenen Kreuzung zeigte und der Williams %R auf überkaufte Bedingungen hindeutete, bleibt der Gesamttrend mit schwachem Momentum abwärtsgerichtet.
Diese technische Schwäche spiegelt sich auch im Verhalten institutioneller Investoren wider. Corebridge Financial reduzierte seine Beteiligung im ersten Quartal um 6,2 Prozent – ein klares Zeichen dafür, dass große Player vorsichtiger werden.
Starke Quartalszahlen versus zukünftige Herausforderungen
Die aktuelle Verunsicherung steht in starkem Kontrast zu den exzellenten Q2-2025-Ergebnissen. Mondelez übertraf mit einem EPS von 0,73 US-Dollar (Erwartung: 0,68 US-Dollar) und einem Umsatz von 8,98 Milliarden US-Dollar deutlich die Erwartungen. Das Unternehmen bestätigte seine Jahresprognose und erhöhte die Quartalsdividende um 6 Prozent.
Dennoch könnten regulatorische Herausforderungen wie die europäische Entwaldungsverordnung (EUDR) langfristig die Lieferketten und Kosten belasten. Mondelez setzt sich für eine Verschiebung der Regelung ein, da sie erhebliche Herausforderungen für Kakaobauern darstellt.
Ausblick: Warten auf klare Signale
Die nächsten Wochen werden entscheidend sein für die Richtung der Mondelez-Aktie. Am 3. September nehmen CEO Dirk Van de Put und CFO Luca Zaramella an der Barclays Global Consumer Staples Conference teil, wo sie möglicherweise mehr Klarheit zur Strategie geben werden. Bis zur Veröffentlichung der Q3-Zahlen Anfang November dürften die Investorer jedoch weiterhin zwischen den widersprüchlichen Signalen hin- und hergerissen sein.
Die Frage bleibt: Handelt es sich bei der aktuellen Schwächephase um eine Einstiegsgelegenheit oder den Beginn einer nachhaltigen Abwärtsbewegung?
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