Der Fintech-Riese Fiserv krempelt seine Führungsstruktur um – und das ausgerechnet nach einem Jahr voller Rückschläge und rechtlicher Auseinandersetzungen. Während die Aktie seit Jahresbeginn über 40 Prozent verloren hat, setzt das Unternehmen nun auf eine neue Führungsstrategie. Kann dieser Schritt das angeschlagene Vertrauen der Investoren zurückgewinnen?
Personalkarussell in der Führungsetage
Fiserv hat am Freitag nach Börsenschluss eine bedeutende Umstrukturierung in seiner wichtigen Financial Institutions Group bekannt gegeben. John Gibbons, der bisher als Co-Leiter der Sparte fungierte, wechselt mit sofortiger Wirkung in die Rolle eines Senior Advisors und wird das Unternehmen bis Februar 2026 in beratender Funktion unterstützen.
Die alleinige Führung der Division übernimmt Andrew Gelb, der zuvor gemeinsam mit Gibbons die Sparte geleitet hatte. Diese Entscheidung deutet auf eine Strategie der Kontinuität hin – ein wichtiger Aspekt angesichts der turbulenten Zeit, die Fiserv hinter sich hat.
Druck von allen Seiten
Der Führungswechsel kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Fiserv sieht sich zunehmendem Konkurrenzdruck durch aufstrebende Fintech-Unternehmen wie Shift4 und Adyen ausgesetzt, die den traditionellen Zahlungsdienstleister im Payment-Bereich herausfordern.
Gleichzeitig kämpft das Unternehmen mit rechtlichen Problemen: Eine Sammelklage wirft Fiserv vor, Investoren über die Performance der hauseigenen Clover-Plattform in die Irre geführt zu haben. Diese Vorwürfe entstanden nach Berichten über nachlassendes Wachstum im Zahlungsvolumen der Plattform, was zu dramatischen Kurseinbrüchen im April, Mai und Juli führte.
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Clover bleibt Hoffnungsträger
Trotz aller Herausforderungen zeigt sich die Clover-Plattform weiterhin als wichtiger Wachstumstreiber. Die Umsätze des Kassensystems legten im zweiten Quartal 2025 deutlich zu – ein Lichtblick in einem sonst schwierigen Umfeld.
Der neue CEO Michael P. Lyons, der erst im Mai das Ruder übernommen hatte, muss nun beweisen, dass seine Strategie aufgeht. Die jüngsten Quartalszahlen vom Juli übertrafen zwar die Gewinnerwartungen, doch gleichzeitig musste das Unternehmen seine Jahresprognose für das organische Wachstum nach unten korrigieren.
Analysten bleiben trotz der Turbulenzen mehrheitlich optimistisch und halten an ihren Kaufempfehlungen fest. Die Frage ist: Reicht das neue Führungsmodell aus, um Fiserv wieder auf Erfolgskurs zu bringen?
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