XPeng hat im dritten Quartal seine Absatzziele erreicht und einen neuen Auslieferungsrekord aufgestellt. Insgesamt übergab der chinesische Elektroautobauer zwischen Juli und September 118.390 Fahrzeuge an Kunden. Damit landete das Unternehmen punktgenau in der zuvor prognostizierten Zielspanne von 115.000 bis 121.000 Einheiten.
Der Zuwachs verschafft dem Konzern eine Atempause im intensiven Verdrängungswettbewerb auf dem chinesischen Markt. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt stabilisierte sich der Absatz im Spätsommer spürbar, getrieben von neuen Modellvarianten und einer anziehenden Nachfrage.
Rekordquartal nach verhaltenem Jahresstart
Gegenüber dem zweiten Quartal entspricht das Volumen einem Anstieg um rund 15 Prozent. Auch der September setzte eine neue Jahresbestmarke, da XPeng in diesem Monat 41.256 Fahrzeuge auslieferte. Parallel dazu kletterten die festen, nicht stornierbaren Neubestellungen im Quartalsvergleich um 50 Prozent auf einen Höchststand.
Trotz dieser Belebung bleibt die Zwischenbilanz für das laufende Geschäftsjahr gedämpft. Vor allem die aggressive Rabattpolitik der Konkurrenz und die Kaufzurückhaltung zu Jahresbeginn hinterließen Spuren in den Absatzzahlen der ersten sechs Monate.
In den ersten neun Monaten lieferte der Hersteller 284.367 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das interne Ziel für das Gesamtjahr, das zu Jahresbeginn bei bis zu 600.000 Fahrzeugen angesetzt war, rückt damit rechnerisch in weite Ferne.
Offensive mit neuen Modellreihen
Unternehmenschef He Xiaopeng setzt dennoch auf eine deutliche Beschleunigung im Schlussvierteljahr. Um den Rückstand aus den ersten Monaten weiter zu verringern, peilt das Management für die kommenden Monate eine erhebliche Steigerung der monatlichen Auslieferungen an.
Tragen soll diesen Schub vor allem die erweiterte Produktpalette. Das SUV-Modell G9L, das vor rund zwei Wochen in China an den Start ging, soll am 12. Oktober auf dem Pariser Autosalon seine globale Premiere feiern. Zudem plant das Unternehmen für das vierte Quartal die Markteinführung des Mona L05 auf dem Heimatmarkt.
Mit der Präsenz in Europa will XPeng zusätzliche Marktanteile außerhalb Chinas aufbauen. Zugleich soll die kontinuierliche Erweiterung des Modellportfolios die Auslastung der Produktionskapazitäten sichern.
Verhaltene Reaktion am Markt
An der Börse sorgten die Absatzzahlen heute für leichte Zugewinne. Im deutschen Handel legte die Aktie um 0,6 Prozent auf 8,50 Euro zu. Das Papier notiert damit weiterhin in der Nähe seines 52-Wochen-Tiefs von 8,32 Euro.
Anleger honorieren zwar das Erreichen der Quartalsprognose, bleiben mit Blick auf den Margendruck im chinesischen Markt jedoch zurückhaltend. Ob sich die jüngste Erholung verfestigt, wird maßgeblich vom Markterfolg der neuen Baureihen im vierten Quartal abhängen.
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