Der australische Energieriese verzeichnet einen drastischen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr 2025. Die Bilanz offenbart einen Einbruch des Nettogewinns um satte 24 Prozent auf 1,25 Milliarden US-Dollar – ein Schlag, der die Schwäche des Ölmarktes und operative Herausforderungen schonungslos bloßlegt.
Besonders bitter: Der realisierte Ölpreis sank auf durchschnittlich 61,8 Dollar je Barrel, verglichen mit 62,6 Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Ursachen sind vielschichtig – von steigender OPEC+-Produktion über schwächelnde Nachfrage bis hin zur Unsicherheit über US-Handelszölle. Ein toxischer Mix für jeden Ölproduzenten.
Sangomar-Projekt wird zur Belastung
Doch nicht nur die Marktlage bereitet Kopfzerbrechen. Das prestigeträchtige Sangomar-Projekt in Senegal entpuppt sich als Kostenfresser. Abschreibungen und Amortisationen in Höhe von 773 Millionen Dollar drückten zusätzlich auf die Margen – ein schmerzhafter Brocken für die Bilanz.
Immerhin konnte das Unternehmen seine Betriebserlöse um zehn Prozent auf 6,59 Milliarden Dollar steigern. Dabei steuerte ausgerechnet das problembehaftete Sangomar-Projekt knapp eine Milliarde Dollar bei – ein zweischneidiges Schwert.
Dividende unter Druck
Die Aktionäre spüren den Gewinneinbruch direkt im Portemonnaie. Die Zwischendividende schrumpft auf 53 Cent je Aktie – ein deutlicher Rückgang von den 69 Cent des Vorjahres. Ein klares Signal, dass das Management die Cashflow-Situation ernst nimmt.
Hoffnung macht das 17,5 Milliarden Dollar schwere LNG-Projekt in Louisiana. Das Unternehmen meldet "starkes Interesse von hochwertigen potenziellen Partnern" und konnte bereits im Juni eine 5,7-Milliarden-Dollar-Investition von Stonepeak sichern.
Die Börse reagierte prompt: Die Aktie verlor 1,6 Prozent in Sydney, während der ASX 200 nur 0,7 Prozent nachgab. Ein deutliches Zeichen, dass Investoren die Zahlen als enttäuschend bewerten.
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