Ein Rekordjahr mit einem bitteren Beigeschmack: Der australische Goldproduzent Westgold Resources präsentiert für das Geschäftsjahr 2025 eine Mischung aus operativen Höchstleistungen und einem enttäuschenden Bilanzgewinn. Während die einen Zahlen Jubel auslösen, sorgen andere für Stirnrunzeln. Wie passt das zusammen – und was bedeutet diese Zwiespältigkeit für die Zukunft der Aktie?
Operative Rekorde versus bilanzielle Delle
Die operativen Kennzahlen lesen sich wie aus dem Bilderbuch: Der Umsatz schoss um satte 90 Prozent auf 1,36 Milliarden Dollar empor, das bereinigte EBITDA legte um 84 Prozent auf 498 Millionen Dollar zu. Die Goldförderung erreichte mit 326.000 Unzen einen neuen Rekordwert, unterstützt durch die Integration der Southern Goldfields-Assets. Der freie Cashflow vervielfachte sich nahezu und erreichte 224 Millionen Dollar.
Doch dann der Dämpfer: Der bilanzielle Nettogewinn brach um 63 Prozent auf nur noch 35 Millionen Dollar ein. Verantwortlich hierfür sind einmalige Transaktionskosten der Übernahme, die die Erfolgsrechnung belasteten. Die Folge: Das Ergebnis je Aktie fiel auf 3,85 Cent und verfehlte die Analystenschätzungen um etwa zwei Drittel.
Kapitalrückfluss als Vertrauensbeweis
Trotz des enttäuschenden Bilanzgewinns demonstriert die Unternehmensführung enormes Selbstvertrauen. Der Board erhöhte die Abschlussdividende um 33 Prozent auf 3 Cent je Aktie und kündigte zugleich ein Aktienrückkaufprogramm an. Bis zu fünf Prozent der eigenen Anteile sollen über die nächsten zwölf Monate zurückgekauft werden.
Noch bedeutsamer: Das Unternehmen verschärfte seine Dividendepolitik für das kommende Jahr. Die Mindestdividende wurde verdoppelt und die erforderliche Netto-Cash-Position nach Dividendenzahlungen von 100 auf 150 Millionen Dollar angehoben. Eine klare Ansage an die Märkte, dass man die starke Cash-Generierung nachhaltig einschätzt.
Analysten zwischen Skepsis und Zuversicht
Die Reaktion der Analysten fällt gemischt aus. Während die Umsatzerwartungen für 2026 deutlich auf 1,93 Milliarden Dollar angehoben wurden – ein Plus von 42 Prozent –, korrigierten sie ihre Gewinnprognosen nach unten. Statt 52 Cent werden nun nur noch 44 Cent je Aktie erwartet.
Dennoch halten die Experten am Kursziel von 4,04 Australischen Dollar fest. Die Begründung: Die operativen Stärken wiegen die einmaligen Sondereffekte auf. Das Management selbst hält die Aktie für „erheblich unterbewertet“ – angesichts der Rekordzahlen bei Cashflow und Produktion durchaus nachvollziehbar.
Ambitionierte Ziele für das laufende Jahr
Für das aktuelle Geschäftsjahr setzt Westgold Resources die Messlatte hoch: Die Goldproduktion soll auf 345.000 bis 385.000 Unzen steigen, getrieben durch laufende Modernisierungen in den Minen. Allerdings wird sich die Förderung voraussichtlich stärker auf die zweite Jahreshälfte konzentrieren, wenn wichtige Projekte wie Bluebird-South Junction und Great Fingall anlaufen.
Die Kapitalinvestitionen steigen auf 270 Millionen Dollar, zusätzlich sind 50 Millionen Dollar für Explorationsaktivitäten budgetiert. Die prognostizierten All-in-Sustaining-Costs von 2.600 bis 2.900 Dollar je Unze bleiben auf einem akzeptablen Niveau, auch wenn sie über dem aktuellen Branchendurchschnitt liegen.
Die entscheidende Frage bleibt: Können die operativen Stärken und die confident Kapitalpolitik die enttäuschende Gewinnentwicklung vergessen machen? Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob Westgold Resources das Vertrauen der Anleger dauerhaft zurückgewinnen kann.
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