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Symbolbild, KI-generiert

Volkswagen Aktie: Chinas Einbruch drückt Absatz

Weniger Auslieferungen, aber ein Kursplus: Die EU-China-Einigung stützt Volkswagen, während Details zu Quoten und Ausnahmen offenbleiben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartalsauslieferungen sinken um 14,3 Prozent
  • China-Absatz fällt um 38,5 Prozent
  • Volkswagen-Aktie gewinnt rund 1,4 Prozent
  • Britische Finanzierungssparte bildet Rückstellung

Die Auslieferungen schrumpfen so stark wie seit mehr als vier Jahren nicht mehr, und trotzdem steigt die Aktie. Volkswagen meldet für das dritte Quartal einen Rückgang von 14,3 Prozent auf rund 1,9 Millionen Fahrzeuge. Der Markt hatte die schwachen Zahlen offenbar längst eingepreist.

China bleibt das Kernproblem

Der größte Einzelmarkt bricht weiter weg: In China sanken die Auslieferungen im Quartal um 38,5 Prozent. Seit Januar steht dort ein Minus von gut 30 Prozent. Ein Konzernvertreter sprach von einer branchenweiten Herausforderung, nachdem zuletzt auch Porsche und Mercedes-Benz schwächere Zahlen vorgelegt hatten.

In Westeuropa fiel das Minus mit 2,8 Prozent moderat aus, in Nordamerika lag es bei 5,8 Prozent. Mittel- und Osteuropa legten leicht zu. Über neun Monate hat der Konzern gut sechs Millionen Fahrzeuge abgesetzt, 9,0 Prozent weniger als 2025.

Die Marken entwickeln sich unterschiedlich. Volkswagen Pkw und Audi verloren jeweils fast 20 Prozent. Bei Audi beschleunigt sich der Abwärtstrend, im zweiten Quartal lag das Minus noch bei rund 8 Prozent.

Die Ingolstädter nennen neben China die US-Zölle und Modellwechsel bei A1 und Q2 als Gründe. Skoda hielt den Absatz stabil. Die Lkw-Holding Traton legte um 10 Prozent zu, getragen von der US-Marke International Motors mit einem Plus von 48 Prozent.

Bei den Elektroautos zeigt sich ein gespaltenes Bild: In Europa stiegen die Auslieferungen um knapp ein Fünftel, in China fielen sie um 30 Prozent. Weltweit ergibt das ein Minus von 4,7 Prozent.

Warum die Aktie trotzdem steigt

Die Aktie legte zum Handelsstart rund 1,4 Prozent auf etwa 69,50 Euro zu. Die Schwäche galt als erwartet, nachdem der Konzern im September die Margenprognose für das Gesamtjahr auf maximal 1 Prozent gesenkt hatte. Die Zahlen beseitigen damit vor allem Unsicherheit.

Hinzu kommt die Einigung zwischen EU und China, die Importe chinesischer Hybridfahrzeuge zu begrenzen. Das gilt als Entlastung für etablierte Hersteller, denn Volkswagen führt den europäischen Markt für Plug-in-Hybride mit einem Anteil von 31,8 Prozent an.

Citi-Analysten dämpfen allerdings: Es sei vorerst eine Erleichterungsrallye, Quoten, Preisuntergrenzen und Ausnahmen seien noch nicht verhandelt. Jefferies warnt, die Chinesen könnten sich stärker auf teurere Modelle konzentrieren und so den Druck auf deutsche Premiummarken erhöhen.

Konzernchef Oliver Blume bezeichnete den Umbau am Rande des Pariser Autosalons als größtes Transformationsprogramm der Firmengeschichte. Er forderte mehr Unterstützung der europäischen Politik.

Eine zusätzliche Last kommt aus Großbritannien: Die dortige Finanzierungssparte hat erstmals eine Rückstellung von 725 Millionen Pfund für mögliche Entschädigungen bei überhöhten Autokredit-Gebühren gebildet.

Der Pariser Autosalon, der heute begann, bietet den Konzernmarken Gelegenheit, neue Modelle zu zeigen. Die Details der EU-China-Quoten stehen noch aus und dürften darüber entscheiden, wie viel Entlastung tatsächlich bleibt.

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Diskussion zu Volkswagen

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.