Während die Vermögenswerte durch die Decke schießen, bröckelt der Gewinn. Der niederländische Private Banking-Spezialist Van LanschotV präsentiert mit seinen Halbjahreszahlen ein Bild der Gegensätze – und stellt Anleger vor die Frage: Zählt am Ende nur das verwaltete Vermögen oder schlägt die schwindende Profitabilität durch?
Rekord bei verwalteten Vermögen
Van LanschotV hat eine bedeutende Schwelle durchbrochen: Erstmals in der Unternehmensgeschichte verwaltet die Bank mehr als 150 Milliarden Euro für ihre Kunden. Dieser Rekord wurde maßgeblich durch massive Nettozuflüsse von 4,6 Milliarden Euro in nur sechs Monaten erreicht. Besonders die Privatkundensparten in den Niederlanden und Belgien legten kräftig zu, wobei sich die Gewinn vor Steuern in Belgien sogar nahezu verdoppelte. Die Zahlen belegen eine ungebrochene Anziehungskraft bei vermögenden Privatkunden.
Gewinnrutsch trotz Boom
Doch der Erfolg hat einen bitteren Beigeschmack. Trotz der sprudelnden Vermögenszuflüsse sackte der Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 67,8 Millionen Euro ab. Treiber dieser enttäuschenden Entwicklung sind die fallenden Zinserträge, die um 17 Prozent einbrachen. Die Zinssenkungen der EZB machen der Bank deutlich zu schaffen und überlagern die positive Entwicklung bei den Provisionserlösen, die immerhin um 11 Prozent zulegten.
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Gleichzeitig stiegen die operative Kosten um 5 Prozent an, was die Cost-Income-Ratio auf 71,8 Prozent hochschnellen ließ – deutlich über dem eigenen Zielkorridor für 2027. Die Effizienz leidet spürbar.
Solide Kapitalbasis und Ausblick
Immerhin kann die Bank weiterhin mit einer robusten Kapitalausstattung glänzen. Die CET1-Quote liegt auch nach einer Ausschüttung von 1,40 Euro je Aktie an die Aktionäre noch bei soliden 18,2 Prozent. Zukunftsinitiativen wie die Integration neuer Online-Plattformen und die Ausrichtung an Nachhaltigkeitszielen bleiben auf Kurs.
Die Kernfrage für Anleger bleibt: Kann Van LanschotV seine Wachstumsdynamik in verwalteten Vermögen auch in eine nachhaltige Gewinnsteigerung übersetzen, oder bleibt die Aktie im Zwiespalt zwischen Größe und Rentabilität gefangen?
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