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Symbolbild, KI-generiert

Valneva Aktie: VLA15 zeigt über 70 Prozent Wirksamkeit

Valneva senkt Kosten durch Stellenabbau, während der Lyme-Impfstoff VLA15 und der Chikungunya-Impfstoff Ixchiq die langfristigen Perspektiven stützen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzrückgang durch strategischen Umbau
  • Globaler Stellenabbau von bis zu 15 Prozent
  • Lyme-Impfstoff VLA15 zeigt über 70% Wirksamkeit
  • Chikungunya-Impfstoff Ixchiq in Brasilien zugelassen

Der französische Impfstoffhersteller Valneva startet mit einer gemischten Bilanz in die neue Handelswoche. Die Aktie notiert nach dem jüngsten Kursrutsch bei 2,54 Euro— ein Minus von rund 34 Prozent seit Jahresbeginn. Im Fokus stehen jetzt weniger die verlustreichen Quartalszahlen als vielmehr die klinischen Meilensteine der Pipeline.

Umbau auf Kosten des Umsatzes

Der Umsatzrückgang im ersten Quartal hat eine strategische Kehrtwende offengelegt. Valneva fährt das margenschwache Drittvertriebsgeschäft zurück— die Erlöse fielen von 49,2 auf 30,9 Millionen Euro. Der operative Verlust weitete sich auf 32,1 Millionen Euro aus. Die Reaktion des Managements: ein umfassendes Restrukturierungsprogramm mit einem globalen Stellenabbau von 10 bis 15 Prozent. Die operativen Kosten sollen bis Jahresende um 25 bis 35 Prozent sinken.

Die Prognose für das Gesamtjahr fällt entsprechend vorsichtig aus. Valneva erwartet Erlöse zwischen 135 und 150 Millionen Euro— weit entfernt von den Vorjahreswerten.

Lyme-Impfstoff und internationale Expansion als Lichtblicke

Der langfristige Kurstreiber bleibt der Lyme-Impfstoffkandidat VLA15, den Valneva gemeinsam mit Pfizer entwickelt. Die Phase-3-Daten zeigen eine Wirksamkeit von über 70 Prozent. Pfizer bereitet die Zulassungsanträge vor. Sollten diese erfolgreich sein, käme erstmals seit Jahrzehnten ein humaner Lyme-Impfstoff auf den Markt. Das Marktpotenzial in Nordamerika und Europa ist erheblich.

Parallel dazu gewinnt der Chikungunya-Impfstoff Ixchiq international an Boden. Nach dem Rückschlag in den USA— Valneva hatte Anfang des Jahres den Zulassungsantrag freiwillig zurückgezogen— gab es in Brasilien einen Erfolg. Die Behörde ANVISA genehmigte die lokale Produktion durch das Instituto Butantan. Eine Pilotimpfkampagne erreichte bereits über 30.000 Menschen.

Ende Mai will das Management auf der Bernstein-Konferenz für Small & Mid-Caps den Fortschritt der Ixchiq-Einführung erläutern. Zudem wird im Sommer ein Daten-Update zum Shigella-Impfstoff erwartet.

Liquidität reicht, der Kurs steht unter Druck

Valneva verfügt nach einer Kapitalerhöhung im April über rund 142 Millionen Euro Barmittel— genug, um die Pipeline durch die entscheidenden regulatorischen Phasen zu finanzieren. Die Aktie notiert mit 2,54 Euro nahe der Unterstützung bei 2,25 Euro, dem 52-Wochen-Tief. Der Widerstand liegt bei 2,50 Euro, den der Kurs zuletzt nur knapp überwand. Der technische RSI von 40 signalisiert noch keine Überverkauft-Situation, doch die Volatilität bleibt mit annualisiert fast 59 Prozent extrem hoch.

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