Warren Buffett und sein Team räumen auf. Berkshire Hathaway hat sich im ersten Quartal 2026 vollständig von seiner Beteiligung an UnitedHealth getrennt. Die Holding veräußerte rund fünf Millionen Aktien des US-Krankenversicherers.
Die Nachricht sorgte zu Wochenbeginn für Verkaufsdruck. Im frühen Handel am Montag verlor das Papier zeitweise 5,3 Prozent. Inzwischen hat sich der Kurs stabilisiert und notiert bei 337,20 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht die Aktie damit ein Plus von rund 17 Prozent.
Strategischer Rückzug bei Medicare Advantage
Operativ lieferte der Konzern zuletzt solide Zahlen. Im jüngsten Quartal übertraf UnitedHealth mit einem Gewinn je Aktie von 7,23 US-Dollar die Erwartungen. Der Umsatz kletterte auf 111,65 Milliarden US-Dollar.
Das Management ordnet derweil das Portfolio neu. UnitedHealth plant, sich im laufenden Jahr von rund 1,4 Millionen Mitgliedern in den Medicare-Advantage-Programmen zu trennen. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund laufender Untersuchungen des US-Justizministeriums zu Abrechnungspraktiken.
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Indes belasteten steigende medizinische Kosten die gesamte Branche. Die sogenannte Medical Care Ratio lag im Geschäftsjahr 2025 bei 88,9 Prozent. Dieser Wert verdeutlicht den Kostendruck im Versicherungssektor.
Investitionen in Künstliche Intelligenz
Trotz des Ausstiegs des prominenten Investors treibt UnitedHealth die technologische Modernisierung voran. Rund 1,5 Milliarden US-Dollar fließen 2026 in Projekte rund um Künstliche Intelligenz. Das Unternehmen will so die Effizienz steigern und die Profitabilität langfristig sichern.
Analysten bewerten die Aussichten im Konsens weiterhin als moderaten Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 381,83 US-Dollar. Marktbeobachter achten nun darauf, wie sich die Reduzierung der Mitgliederzahlen auf die Bilanz des restlichen Jahres auswirkt.
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