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Unilever Aktie: Die Dividenden-Zwickmühle

Während Großinvestoren ihre Anteile am Konsumgüterriesen reduzieren, belohnt Unilever seine Aktionäre mit einer höheren Dividende. Doch genau diese Ausschüttung könnte schon bald gekürzt werden – eine paradoxe Situation, die Anleger vor eine schwierige Entscheidung stellt.

Institutionelle Anleger ziehen sich zurück

Mehrere große Fondsgesellschaften haben ihre Unilever-Positionen im letzten Quartal deutlich verkleinert. 1832 Asset Management reduzierte seinen Bestand um über 20 Prozent, während Price T Rowe Associates sogar 17 Prozent seiner Anteile abstiess. Diese Verkäufe deuten auf eine vorsichtige Haltung institutioneller Investoren gegenüber dem Konsumgüterkonzern hin.

Trotz dieses Abverkauksdrucks zeigte die Aktie am Freitag Stärke und legte spürbar zu. Die Handelsvolumina lagen deutlich über dem Durchschnitt, was auf erhöhte Aufmerksamkeit für den Titel schliessen lässt.

Dividenden-Ankündigung mit Haken

Unilever erhöhte jüngst seine Quartalsdividende auf 0,5175 Dollar je Aktie, was einer jährlichen Ausschüttung von 2,07 Dollar entspricht. Bei aktuellen Kursen ergibt dies eine attraktive Dividendenrendite von 3,3 Prozent. Doch der Schein trügt: Analysten prognostizieren für das laufende Geschäftsjahr eine Dividendensenkung von über 10 Prozent.

Diese Diskrepanz zwischen kurzfristiger Erhöhung und mittelfristiger Erwartung stellt insbesondere dividendenorientierte Anleger vor ein Dilemma. Die aktuelle Ausschüttungsquote von 59 Prozent des Gewinns gilt als relativ hoch und könnte die erwartete Kürzung notwendig machen.

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Nachhaltigkeit als strategischer Pfeiler

Abseits der finanziellen Kennzahlen treibt Unilever seine Nachhaltigkeitsagenda konsequent voran. In Thailand startete das Unternehmen gemeinsam mit SCG Chemicals eine wegweisende Initiative für recycelte Lebensmittelverpackungen. Das Projekt nutzt innovative Recyclingtechnologien, um gebrauchte Kunststoffe in hochwertige neue Verpackungen zu verwandeln.

Diese Massnahme unterstützt Unilevers ambitioniertes Ziel, bis 2025 insgesamt 25 Prozent recycelten Kunststoff in seinen Verpackungen einzusetzen. Solche ESG-Initiativen stärken nicht nur das Markenimage, sondern könnten langfristig auch die operative Widerstandsfähigkeit des Konzerns verbessern.

Die Frage bleibt: Können strategische Nachhaltigkeitsinvestitionen und mögliche Dividendeneinschnitte die institutionellen Investoren zurückgewinnen?

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