Ubers Übernahmeofferte für Delivery Hero liegt auf dem Tisch — und sie reicht offenbar nicht. Das Angebot von 33 Euro je Aktie traf auf kühle Reaktionen bei Investoren, die deutlich mehr erwarten. Der Kurs des Berliner Essenslieferdienstes zog heute Morgen um gut 9 Prozent auf rund 36,69 Euro an — getrieben von Spekulation über einen möglichen Bieterwettstreit.
Warum 33 Euro nicht reichen
Mehrere Delivery-Hero-Investoren pochen auf mindestens 40 Euro je Aktie. Jefferies-Analyst Giles Thorne bestätigte diese Einschätzung: Das Gebot liege zu niedrig, der weitere Verlauf sei kaum vorherzusagen — auch wegen einer Vielzahl regulatorischer Fragen rund um eine mögliche Fusion zweier großer Essenslieferdienste.
Für Uber selbst ergibt der Deal durchaus Sinn. JPMorgan-Experte Marcus Diebel sieht strategischen Mehrwert durch geografische Expansion und Synergien — betont aber ebenfalls die kartellrechtlichen Hürden. Uber Eats konkurriert bereits in zahlreichen Märkten mit Delivery Hero, das stark in Asien, Südeuropa, dem Nahen Osten und Afrika vertreten ist.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Uber?
Ein zweiter Bieter im Spiel
Pikant: Auch DoorDash soll Aktionäre von Delivery Hero kontaktiert haben. Der US-Konkurrent interessiert sich demnach vorrangig für die Nahost-Marken Talabat und HungerStation sowie das türkische Geschäft unter der Marke Yemeksepeti. Ob DoorDash ein formelles Angebot vorlegt, ist offen — allein die Möglichkeit heizt die Stimmung an.
Uber hält bereits rund 19,5 Prozent des ausgegebenen Kapitals von Delivery Hero sowie weitere 5,6 Prozent in Form von Optionen. Morgan Stanley soll beim Aufbau dieser Position über Derivate mitgeholfen haben und verfügt laut Pflichtmitteilung über indirekte Positionen von rund 30 Prozent. Prosus hält noch etwa 16,8 Prozent, Aspex Management weitere 14,4 Prozent — beides potenzielle Blöcke, auf die Uber aktuell aktiv zugehen soll.
Die Delivery-Hero-Aktie hatte allein in den zurückliegenden zwei Wochen fast 70 Prozent zugelegt. Für Uber wird entscheidend, ob es gelingt, Großaktionäre zu einem Preis zu überzeugen, der über dem bisherigen Angebot liegt — oder ob ein erhöhtes Gebot von DoorDash die Übernahmepläne durchkreuzt.
Uber-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Uber-Analyse vom 25. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Uber-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Uber-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Uber: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
