Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) schaltet in den Angriffsmodus. Innerhalb von zwei Tagen hat der Kieler U-Boot-Bauer strategische Partnerschaften mit dem israelischen Rüstungskonzern Elbit Systems und dem deutschen Raketen-Start-up Isar Aerospace geschlossen. Beide Abkommen zielen auf einen einzigen, milliardenschweren Auftrag: Kanadas neues U-Boot-Programm.
Zwei Deals, ein Ziel: der kanadische Großauftrag
Kanada will bis zu zwölf konventionelle U-Boote beschaffen – Gesamtvolumen: bis zu 40 Milliarden Euro. TKMS und Südkoreas Hanwha Ocean sind die beiden verbliebenen Bieter. Die finale Entscheidung wird noch 2026 erwartet.
Mit Isar Aerospace investiert TKMS in eine gemeinsame kanadische Weltraumstartkapazität. Die Kooperation ist integraler Bestandteil des TKMS-Angebots für das Canadian Patrol Submarine Project (CPSP). Laut TKMS könnte das Projekt ein inländisches Wertschöpfungspotenzial von über zehn Milliarden kanadischen Dollar heben – politisch abgesichert durch die deutsche Bundesregierung.
Parallel dazu vertieft TKMS die Zusammenarbeit mit Elbit Systems. Das MoU sieht gemeinsame Entwicklungen bei Sensor-, Elektronik- und Waffentechnologie für Seestreitkräfte vor. Geopolitisch wird die Partnerschaft als Signal der strategischen Achse Berlin–Tel Aviv verstanden.
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Schatten auf der Kooperation
Die Elbit-Allianz ist nicht unumstritten. Die NATO-Beschaffungsagentur NSPA hatte den israelischen Konzern im vergangenen Jahr von neuen Vergabeverfahren ausgeschlossen – Hintergrund sind Ermittlungen wegen möglicher Unregelmäßigkeiten. Elbit weist die Vorwürfe zurück. TKMS hält an der Partnerschaft fest.
Kurserholung nach Rücksetzer
Die Aktie reagierte in der vergangenen Woche mit einem Plus von 9,8 Prozent und schloss am Freitag bei 78,20 Euro. Der Kurs erholt sich damit von den Tiefs der Vorwochen, liegt aber auf 30-Tage-Sicht noch 6,7 Prozent im Minus. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus knapp 13 Prozent – deutlich unter dem im Januar erreichten 52-Wochen-Hoch von 100,60 Euro.
Ausblick: Investorenkonferenz und Kanada-Entscheidung
Am 26. Mai lädt TKMS zur Investorenkonferenz. Der wichtigste Katalysator bleibt aber der kanadische U-Boot-Auftrag. TKMS hat sich mit den beiden Partnerschaften als Systemintegrator positioniert – vom Unterwasserbereich bis in den Orbit. Die Entscheidung in Ottawa wird noch in diesem Jahr fallen.
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