Die Auftragsbücher sind voll. Die Werften haben Arbeit für viele Jahre. An der Börse herrscht trotzdem Katerstimmung.
Das Management von TKMS wirbt heute auf der UBS-Konferenz in Frankfurt um Vertrauen. Die Aktie braucht dringend einen Impuls. Aktuell notiert das Papier bei 70,50 Euro. Auf Monatssicht verlor der Titel rund 20 Prozent. Der Abstand zum Jahreshoch wächst damit massiv.
Sektor-Schwäche und Cashflow-Sorgen
Die Gründe für den Kursrutsch: Der gesamte europäische Verteidigungssektor korrigiert. Schwache Quartalszahlen von Branchengrößen wie Rheinmetall zogen TKMS mit nach unten. Hinzu kamen sensible Reaktionen auf den jüngsten Halbjahresbericht des Kieler Unternehmens.
Der Umsatz stieg im Halbjahr auf 1,17 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte auf 60 Millionen Euro. Allerdings enttäuschten die Cashflow-Entwicklung und die hohen Kosten für die Abspaltung vom ehemaligen Mutterkonzern Thyssenkrupp.
Atlas Elektronik stützt das Geschäft
Fundamental steht der U-Boot-Bauer robust da. Der Auftragsbestand liegt bei 20,6 Milliarden Euro. Das sichert die Auslastung der Standorte in Kiel und Wismar langfristig.
Besonders die Tochter Atlas Elektronik liefert ab. Sie steigerte ihr operatives Ergebnis zuletzt um 73 Prozent. Die Marge erreichte fast elf Prozent. Das liegt weit über dem Durchschnitt des Gesamtkonzerns.
Prognose bleibt bestehen
In Frankfurt rückt der Vorstand nun diese Ertragskraft in den Fokus. Für das Gesamtjahr 2026 bleibt das Management bei seiner Prognose. Der Umsatz soll wachsen. Die bereinigte operative Marge soll die Marke von sechs Prozent übertreffen. Hält die technische Unterstützung bei 70 Euro, könnte die Aktie von hier aus einen Boden bilden.
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