Die Tilray-Aktie zeigt sich von zwei Seiten: Während das Unternehmen operativ expandiert, stemmt es sich gegen massive bilanzielle Belastungen. Die jüngsten Quartalszahlen offenbaren diesen Zwiespalt deutlich.
Finanzielle Schieflage mit Lichtblicken
Im vierten Quartal 2025 verbuchte Tilray einen Umsatz von 224,5 Millionen Dollar. Dem stand jedoch ein Nettoverlust von etwa 1,27 Milliarden Dollar gegenüber. Verantwortlich dafür war vor allem eine außerordentliche Abschreibung von rund 1,4 Milliarden Dollar für Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte.
Trotz des massiven Verlusts übertraf das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,02 Dollar die Erwartungen der Analysten. Für das gesamte Geschäftsjahr 2025 meldete das Unternehmen einen Nettoverlust von 2,181 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 821,3 Millionen Dollar.
Die Nettomarge im Quartal fiel mit etwa -565% katastrophal aus – berechnet aus dem Nettoverlust von rund 1,2679 Milliarden Dollar und dem Nettoumsatz von 224,5 Millionen Dollar.
Operativer Fortschritt trotz finanzieller Bürde
Ein wichtiger Meilenstein gelang Tilray mit der Rückerlangung der Nasdaq-Konformität. Die Aktie schloss vom 13. bis 26. August 2025 zehn Handelstage in Folge über der erforderlichen Ein-Dollar-Marke und beendete damit die Notierungsproblematik.
Parallel expandiert der Konzern auf dem europäischen Medizinal-Cannabis-Markt. In Deutschland, dem größten europäischen Markt, lancierte Tilray drei neue EU-GMP-zertifizierte Cannabis-Sorten. Dieser Schritt soll den Zugang für Patienten und Apotheken verbessern.
Wichtige aktuelle Entwicklungen:
* Börsenkonformität: Erfolgreiche Wiedererlangung der Nasdaq-Mindestkursanforderung
* Expansion in Deutschland: Drei neue Medizinal-Cannabis-Produkte stärken die Marktposition
* Analysten-Upgrade: Jefferies Financial Group erhöhte das Kursziel von 1,50 auf 2,00 Dollar bei „Buy“-Einstufung
* Insider-Käufe: CEO Irwin D. Simon kaufte am 30. Juli 2025 insgesamt 165.000 Aktien
Analysten und Insider signalisieren Zuversicht
Die Jefferies-Kurszielanhebung auf 2,00 Dollar begründet die Investmentbank mit potenziellen Vorteilen durch eine mögliche Neuklassifizierung von Cannabis in den USA. Die Analystenmeinungen bleiben gespalten: Zwei empfehlen „Kaufen“, vier „Halten“. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1,94 Dollar.
CEO Irwin D. Simon demonstrierte Eigenvertrauen durch den Kauf von 165.000 Aktien zum Durchschnittspreis von 0,61 Dollar am 30. Juli 2025. Diese Transaktion erhöhte seine Beteiligung um 4,37%.
Ausblick in unruhigen Märkten
Die mögliche Neuklassifizierung von Cannabis in den USA beflügelt die gesamte Branche. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Tilray ein bereinigtes EBITDA zwischen 62 und 72 Millionen Dollar. Die Unternehmensführung verweist auf Wachstumschancen in Europa und anderen aufstrebenden Märkten.
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