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The Trade Desk Aktie: Put-Call-Verhältnis bei 0,40

Starker Call-Handel und Kursplus bei Trade Desk, doch der Abwärtstrend bleibt intakt. Analysten reagieren mit gemischten Zielanpassungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Put-Call-Ratio fällt auf 0,40
  • Aktie steigt auf 19,72 Euro
  • Institutionelle Anleger zeigen uneinheitliches Bild
  • Quartalsumsatz übertrifft Erwartungen leicht

Die Aktie von Trade Desk hat zum Wochenschluss spürbar angezogen. Auslöser war kein einzelnes Unternehmenssignal, sondern ein klarer Stimmungswechsel im Derivatemarkt: Bei den Optionen griffen Käufer zuletzt deutlich häufiger zu Calls als zu Puts. Das deutet darauf hin, dass einige Marktteilnehmer auf eine Erholung setzen.

Calls dominieren das Bild

Das Handelsvolumen bei den Optionen kletterte auf rund 61.000 bis 62.650 Kontrakte. Das lag bei mehr als 103 Prozent des durchschnittlichen Tagesvolumens. Besonders auffällig: Das Put-Call-Verhältnis lag nur bei 0,40 bis 0,41. Ein Wert deutlich unter 1 signalisiert, dass bullish ausgerichtete Positionierungen klar überwiegen.

Parallel dazu legte die Aktie selbst zu und schloss bei etwa 19,72 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von 3,19 Prozent, am Freitag lag der Schlusskurs bei 19,00 Euro. Der Titel bleibt aber massiv unter Druck. Seit Jahresanfang liegt das Papier noch immer fast 39 Prozent im Minus, auf Sicht von zwölf Monaten sogar rund 70 Prozent.

Der Kurs steht damit weiterhin klar unter den wichtigen Durchschnittslinien. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt mehr als 43 Prozent, auch der 50-Tage-Durchschnitt liegt noch über dem aktuellen Niveau. Das spricht zwar für einen intakten Abwärtstrend, der jüngste Anstieg zeigt aber, dass erste Käufer auf niedrigerem Niveau einsteigen.

Institutionelle Anleger ziehen in beide Richtungen

Bei den Großinvestoren ergibt sich ein gemischtes Bild. ProShare Advisors hat seine Position mit einem Verkauf von 477.398 Aktien drastisch verkleinert. Das entspricht einem Rückgang um 84,6 Prozent. Übrig blieben 87.079 Aktien im Wert von rund 3,3 Millionen Dollar.

Andere Adressen haben dagegen aufgestockt. State Street erhöhte den Bestand im ersten Quartal um mehr als 13,88 Millionen Aktien, ein Zuwachs von 44,7 Prozent. Two Sigma Investments legte um 134,3 Prozent zu und kaufte mehr als 8,11 Millionen Aktien hinzu. Das passt zu dem Bild einer Aktie, bei der kurzfristig wieder selektiv Kapital einfließt, ohne dass die Skepsis verschwunden wäre.

Zahlen liefern nur teilweisen Rückenwind

Der jüngste Rebound folgt auf die Quartalszahlen vom Mai 2026. Trade Desk setzte 688,86 Millionen Dollar um und übertraf damit die Erwartungen leicht. Das Umsatzplus lag bei 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim bereinigten Gewinn je Aktie blieb das Unternehmen aber klar zurück: 0,08 Dollar standen 0,32 Dollar Konsens gegenüber.

Auch die Analysten reagierten mit Kürzungen. Truist senkte das Kursziel von 50 auf 35 Dollar, blieb aber bei „Buy“ und verwies auf vorsichtige Ausgaben bei Konsumgüterwerbung. RBC Capital reduzierte das Ziel von 35 auf 33 Dollar und hält an „Outperform“ fest. KeyBanc stufte die Aktie von „Overweight“ auf „Sector Weight“ herab. Im Schnitt liegen die Kursziele zwar noch im mittleren bis hohen 20er-Dollar-Bereich, aber die Lücke zur Schwäche der vergangenen Monate bleibt groß.

Am Markt hängt nun viel daran, ob sich der jüngste Käuferandrang fortsetzt. Solange die Aktie über dem jüngsten Tief von 17,17 Euro bleibt, bleibt eine technische Stabilisierung möglich. Unter dem Strich liefert Trade Desk derzeit vor allem eines: erste Signale für einen Bodenversuch, aber noch keinen belastbaren Trendwechsel.

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