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Symbolbild, KI-generiert

Soitec Aktie: 10-Prozent-Sturz von 170,50 Euro

Nach neuem Dreijahreshoch bricht Soitec-Aktie um zehn Prozent ein. Technische Indikatoren und steigende Short-Positionen belasten den Kurs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrutsch um über zehn Prozent
  • Hohes Handelsvolumen deutet auf Gewinnmitnahmen
  • RSI fiel von überkauft auf 38,6
  • Neuer CEO fokussiert KI und Photonik

Die Achterbahnfahrt bei Soitec geht weiter. Nachdem der Halbleiterspezialist unter der Woche ein neues Dreijahreshoch von 170,50 Euro erreicht hatte, folgte der Rückschlag mit Wucht. Am Dienstag fiel die Aktie um über zehn Prozent und schloss bei 147,10 Euro.

Der Kursrückgang war von außergewöhnlich hohem Volumen begleitet. Rund 602.000 Aktien wechselten den Besitzer – ein deutliches Zeichen für Gewinnmitnahmen in großem Stil. Die Tagesspanne reichte von 161,50 Euro bis hinab auf 142,20 Euro.

Technische Warnsignale ignoriert

Dabei hatten Indikatoren die Überhitzung bereits angezeigt. Der RSI lag zu Wochenbeginn bei 81 – klar im überkauften Bereich. Der Kurs notierte nahe der oberen Bollinger-Band-Grenze. Die Abweichung vom 50-Tage-Durchschnitt, der bei knapp 80 Euro liegt, betrug zwischenzeitlich fast 50 Prozent. Eine derartige technische Extension endet selten ohne Korrektur.

Aktuell zeigt der RSI mit 38,6 bereits eine deutliche Abkühlung. Der Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt ist auf rund 85 Prozent geschrumpft – immer noch hoch, aber nicht mehr extrem.

Hinzu kommt: Das Short-Interest ist spürbar gestiegen. Netto-Short-Positionen erreichten laut AMF-Daten 5,62 Prozent des Kapitals – ein Anstieg um 3,37 Prozentpunkte innerhalb von 30 Tagen. Zu den bekannten Leerverkäufern zählen Two Sigma, Walleye Capital und Numeric Investors.

Neuer CEO, neue Strategie

Die Turbulenzen treffen Soitec in einer Übergangsphase. Seit April führt Laurent Rémont das Unternehmen. Der neue CEO setzt verstärkt auf Wachstumsfelder wie Edge-Cloud-KI und Photonik. Während das Mobilfunkgeschäft mit RF-SOI-Substraten unter einer Inventurkorrektur leidet, laufen die photonischen Wafer für KI-Rechenzentren besser – sie gelten als essenziell für Hochgeschwindigkeitsanwendungen moderner KI-Architekturen.

Klarheit über den strategischen Fortschritt versprechen die Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025/26, die im Mai erwartet werden. Sie müssen zeigen, ob Soitec seine Margenziele halten kann und wie weit die neuen Plattformen SmartSiC und GaN bereits tragen.

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