Goldman Sachs bleibt bei Siemens Healthineers vorsichtig. Die US-Bank hält an ihrer Neutral-Einstufung fest, hat das Kursziel nach den jüngsten Zahlen aber von 45 auf 42 Euro gesenkt. Der Markt bekommt damit ein klares Signal: Die Erwartungen an den Medizintechniker sind zuletzt eher kleiner geworden.
Zahlen drücken die Bewertung
Auslöser sind die Ergebnisse für das zweite Quartal. Siemens Healthineers kam auf einen Umsatz von 5,68 Milliarden Euro. Das sind 3,88 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Beim Ergebnis je Aktie standen 0,45 Euro in den Büchern, nach 0,48 Euro im Vorjahreszeitraum.
Goldman-Analyst Richard Felton reagierte darauf mit einer vorsichtigeren Einschätzung. Das neue Kursziel liegt nun 3 Euro tiefer als zuvor. Aus dem angepassten Ziel ergibt sich zwar rechnerisch noch Luft nach oben. Der Spielraum ist aber deutlich kleiner geworden.
Aktie bleibt unter Druck
An der Börse spiegelt sich die Zurückhaltung längst wider. Die Aktie notiert bei 33,53 Euro und damit fast genau auf dem 52-Wochen-Tief von 33,50 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier 24,55 Prozent verloren. Vom 200-Tage-Durchschnitt ist es inzwischen mehr als 22 Prozent entfernt.
Auch der mittlere Trend zeigt weiter nach unten. Der Kurs liegt klar unter dem 50-Tage- und dem 100-Tage-Durchschnitt. Das spricht für anhaltenden Verkaufsdruck, auch wenn die Tagesbewegung mit 0,09 Prozent kaum ins Gewicht fällt.
Blick auf das nächste Quartal
Für den weiteren Verlauf rückt nun das dritte Quartal in den Mittelpunkt. Der Bericht wird für Ende Juli erwartet. Dann zeigt sich, ob Siemens Healthineers die Erwartungen wieder näher an die alte Spur bringen kann.
Im Moment dominiert aber vor allem die nüchterne Botschaft von Goldman Sachs: Die Bewertung wird zurückgenommen, nicht aufgelöst. Das passt zu einem Titel, der trotz seiner robusten Marktstellung derzeit kaum frische Fantasie bietet.
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