Bei Semperit klaffen Marktrealität und Analysten-Fantasie derzeit weit auseinander. Während Großaktionär B&C versucht, das Unternehmen für 15 Euro je Aktie komplett zu übernehmen, rufen Analysten ein drastisch höheres Kursziel auf. Grundlage dafür ist ein Jahresauftakt, der selbst die Erwartungen des eigenen Managements in den Schatten stellen könnte.
Starke Margen im ersten Quartal
Das Hamburger Analysehaus NuWays bestätigte am Freitag seine Kaufempfehlung für den Gummi- und Kunststoffspezialisten. Das Kursziel liegt unverändert bei 21,50 Euro. Die Experten stützen ihren Optimismus auf ein überraschend profitables erstes Quartal. Preisanpassungen und ein striktes Kostensparprogramm greifen offenbar besser als gedacht.
Für das Gesamtjahr kalkuliert NuWays nun mit einem operativen EBITDA von knapp 100 Millionen Euro. Das Management selbst gibt sich konservativer und peilt lediglich 95 Millionen Euro an. Temporäre Schwankungen bei den Rohstoffpreisen dürfte das Unternehmen laut den Analysten aus eigener Kraft gut abfedern.
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Diskrepanz zum Übernahmeangebot
Parallel zur operativen Erholung läuft das Übernahmeangebot der B&C-Gruppe. Der Großaktionär hält bereits gut 58 Prozent der Anteile und bietet den übrigen Investoren 15 Euro je Aktie in bar. Die Annahmefrist für diese Papiere endet am 12. Juni.
Die Börse taxiert den Wert des Unternehmens derweil etwas höher. Am Freitag kletterte die Semperit-Aktie auf 15,15 Euro und markierte damit ein neues Jahreshoch. Seit Anfang Januar summiert sich das Kursplus auf knapp 23 Prozent.
Das Kursziel von NuWays liegt rund 43 Prozent über der Offerte von B&C. Diese Diskrepanz definiert das Handlungsfenster der kommenden Wochen. Bis zum Fristende Mitte Juni müssen sich die verbleibenden freien Aktionäre entscheiden, ob sie die Barofferte annehmen oder auf das von den Analysten skizzierte Ertragspotenzial des Unternehmens setzen.
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