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Symbolbild, KI-generiert

Seagate: 630 Prozent in zwölf Monaten

Seagate verzeichnet Rekordmargen durch KI-Nachfrage, leidet aber unter Produktionsengpässen. Analysten bleiben vorsichtig optimistisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrally von 630 Prozent in zwölf Monaten
  • Nvidia-Zahlen beflügeln die Aktie
  • CEO räumt Produktionskapazitätsprobleme ein
  • Rekord-Bruttomargen von 47 Prozent erzielt

Knapp 630 Prozent Kursgewinn in zwölf Monaten — Seagate Technology liefert eine der bemerkenswertesten Kursgeschichten des laufenden Börsenjahres. Hinter der Rally steckt mehr als bloßer Hype: Das Unternehmen profitiert strukturell vom KI-Boom, kämpft aber gleichzeitig mit einem ungewöhnlichen Problem.

Nvidia-Zahlen als Katalysator

Den jüngsten Schub lieferte Nvidia. Starke Quartalsergebnisse des Chipherstellers signalisierten der gesamten KI-Infrastrukturkette, dass die Nachfrage nach Rechenzentrumskapazitäten weiter anzieht — und damit auch der Bedarf an Massenspeichern. Seagate-Aktien legten am 21. Mai rund acht Prozent zu und schlossen bei gut 810 US-Dollar.

Dabei hatte die Woche holprig begonnen. Am 18. Mai verlor die Aktie fast sieben Prozent, nachdem CEO Dave Mosley öffentlich einräumte, dass die Nachfrage nach Seagate-Produkten die eigene Produktionskapazität übersteigt — und neue Fabriken sich nicht kurzfristig aus dem Boden stampfen lassen. Ein Lieferengpass als Wachstumsbremse: Das ist die Kehrseite der starken Nachfrage.

Rekordmargen, aber enge Kapazitäten

Operativ läuft es gut. Seagate verzeichnete zuletzt Rekord-Bruttomargen von 47 Prozent bei einem Umsatz von rund 3,1 Milliarden US-Dollar. Die HAMR-Technologie unter dem Markennamen Mozaic gewinnt an Marktakzeptanz, Preisvereinbarungen reichen bis ins Geschäftsjahr 2027 — das sichert Planbarkeit bei Margen und Cashflow.

Analysten stufen die Aktie mehrheitlich mit „Moderate Buy“ ein. Das Bild ist konstruktiv, aber nicht ungetrübt: Solange die Kapazitätsengpässe bestehen, bleibt unklar, in welchem Ausmaß Seagate von der steigenden Nachfrage tatsächlich profitieren kann.

Dividende und Kursniveau

Für Einkommensorientierte: Seagate zahlt am 7. Juli eine Quartalsdividende von 0,74 US-Dollar je Aktie an Aktionäre, die am 24. Juni im Register stehen. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt das 2,96 US-Dollar — bei einer Ausschüttungsquote von rund 28 Prozent.

In Euro notiert die Aktie aktuell bei 702 Euro und liegt damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 710 Euro. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 186 Prozent zu Buche. Der RSI von knapp 68 deutet auf eine erhitzte, aber noch nicht überkaufte Ausgangslage hin — vorausgesetzt, Mosley liefert beim nächsten Kapitalmarkttag belastbare Antworten auf die Kapazitätsfrage.

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