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Symbolbild, KI-generiert

Salesforce Aktie: Gehaltsumbau unter Druck

Salesforce ersetzt Gehaltserhöhungen für Direktoren durch höhere Boni und Aktienoptionen. Die Umstrukturierung erfolgt trotz operativ starker Zahlen und soll die Führungskräfte stärker an den Börsenkurs binden.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Keine Gehaltserhöhungen mehr für Direktoren und höher
  • Stattdessen höhere Bonuszahlungen und mehr Aktienoptionen
  • Aktie verliert trotz starkem operativem Wachstum deutlich
  • Management setzt auf Erholung des Aktienkurses

Salesforce streicht die Gehaltserhöhungen für alle Mitarbeiter ab Direktor-Ebene. Stattdessen sollen höhere Bonuszahlungen und mehr Aktienoptionen die Vergütung ersetzen. Die Umstrukturierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie seit Monaten deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurückbleibt.

Equity statt Gehalt

Konkret bedeutet die neue Regelung: Leistungsbasierte Gehaltsanpassungen gibt es künftig nur noch für Mitarbeiter unterhalb der Direktor-Ebene. Für alle darüber wird der Bonuspool aufgestockt — mit Ausschüttungen, die laut einem internen Memo die regulären Zielvorgaben übersteigen sollen. Gleichzeitig weitet Salesforce die Vergabe von Aktienoptionen aus: 10 Prozent mehr Direktoren und Senior-Direktoren erhalten künftig Aktienzuteilungen, bei Spitzenperfomern mit deutlich höheren Durchschnittswerten als bisher.

Das Modell macht Senior-Führungskräfte faktisch zu Mitinvestoren — ihre Vergütung hängt nun stärker davon ab, ob der Kurs wieder anzieht. Für Salesforce hat das einen klaren Nebeneffekt: Fixkosten werden begrenzt, ohne auf Retention-Instrumente zu verzichten.

Starke Zahlen, schwacher Kurs

Das Paradoxe an der Lage: Operativ läuft das Geschäft. Im vierten Quartal erzielte Salesforce 10,7 Milliarden Dollar Umsatz aus Abonnements und Support — ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das KI-Produkt Agentforce verzeichnete einen annualisierten Umsatz von 800 Millionen Dollar, ein Wachstum von 169 Prozent, mit 29.000 abgeschlossenen Deals. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 45,8 und 46,2 Milliarden Dollar.

Trotzdem steht die Aktie unter erheblichem Druck. Seit Jahresbeginn hat sie rund 25 Prozent verloren und gehört damit zu den schwächsten Titeln im Dow Jones. Der Markt scheint zu bezweifeln, dass das KI-Wachstum die Erosion beim klassischen lizenzbasierten Geschäft schnell genug kompensiert.

Wette auf die eigene Erholung

Der Umbau der Vergütungsstruktur ist insofern ein klares Signal: Das Management setzt darauf, dass die Aktie die Lücke zwischen operativer Stärke und Börsenbewertung schließen wird. Ob das gelingt, entscheidet sich maßgeblich daran, wie schnell Agentforce vom Wachstumstreiber zum echten Ergebnisbeitrag wird — die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob der Trend anhält.

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