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Symbolbild, KI-generiert

Rheinmetall Aktie: Kriegsgewinnler im Höhenflug

Rheinmetall erlebt Kursrausch mit 4 Prozent Plus und plant Expansion ins maritime Geschäft durch mögliche Werften-Übernahme. Analysten prognostizieren starke Auftragseingänge bis 2026.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie steigt um 4 Prozent auf 1.701,50 Euro
  • Deutsch-französischer Rüstungsgipfel als Kurstreiber
  • Mögliche Übernahme von Militärwerften geplant
  • Starke Jahresperformance im DAX-Index

Der Düsseldorfer Rüstungsriese erlebt einen wahren Kursrausch. Mit einem Plus von knapp 4 Prozent auf 1.701,50 Euro zählt das Papier zu den absoluten Tagesfavoriten im DAX. Dabei ist die aktuelle Rally nur ein Vorgeschmack auf das, was Anleger noch erwarten könnte.

Während andere Sektoren schwächeln, profitiert die Rüstungsbranche von der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit. Die Hoffnungen auf eine baldige diplomatische Lösung im Ukraine-Konflikt sind praktisch verschwunden – ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj rückt in weite Ferne.

Deutsch-französische Allianz als Kurstreiber

Am Freitag treffen sich Bundeskanzler Friedrich Merz und Präsident Emmanuel Macron in Toulon zu einem Ministerrat über Wirtschafts- und Sicherheitsfragen. Es ist das erste deutsch-französische Gipfeltreffen seit dem Regierungswechsel in Berlin – und die Botschaft ist klar: Europa rüstet auf.

Die Deutsche Bank rechnet bis ins erste Halbjahr 2026 mit anhaltend starken Auftragseingängen bei Rheinmetall. Kein Wunder, dass auch die Konkurrenz mitgedplult wird: Hensoldt klettert um 2,6 Prozent, Renk ebenfalls um 2,6 Prozent.

Expansion ins maritime Geschäft?

Doch Rheinmetall plant offenbar noch größere Sprünge. Medienberichte sprechen von einer möglichen Übernahme der Militärwerften von Naval Vessels Lürssen (NVL). Der Bremer Schiffsbauer bestätigte bereits intensivierte „Konsolidierungsgespräche mit möglichen Partnern“.

Für Rheinmetall wäre es der Einstieg in ein völlig neues Geschäftsfeld. Bisher konzentriert sich der Konzern auf Landfahrzeuge und Waffen – Schiffe gehören nicht zum Portfolio. Doch die Marine braucht dringend neue Kapazitäten, und Rheinmetall könnte seinen Fuß in die Tür bekommen.

CEO Armin Papperger hält sich bedeckt: „Wir reden erst darüber, wenn es Entscheidungen gibt.“ Gleichzeitig betont er: „Rheinmetall ist immer interessiert, sein Produktportfolio zu erweitern.“

Jahresperformance überzeugt Anleger

Mit der heutigen Rally baut Rheinmetall seine Spitzenposition im DAX weiter aus. Im bisherigen Jahresverlauf gehört das Papier zu den absoluten Übertfliegern – eine Entwicklung, die bei der aktuellen Weltlage kaum überraschen dürfte.

Die Zeichen stehen auf weiteres Wachstum: Mehr Verteidigungsausgaben, neue Partnerschaften und mögliche Zukäufe könnten den Kurs weiter antreiben.

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