ReconAfrica rückt mit dem Kavango-West-1X-Bohrloch in die nächste Phase. In Namibia bereitet das Unternehmen einen Produktionstest vor, der für die Bewertung des Reservoirs entscheidend sein dürfte.
Der Markt reagiert bereits nervös. Die Aktie fiel heute um 6,99 Prozent auf 0,64 Euro und liegt damit auf dem 52-Wochen-Tief. Auf Sieben-Tage-Sicht steht ein Minus von 10,63 Prozent zu Buche.
Sechs Zonen, 60 Tage
Geplant ist ein Test von sechs optimierten Zonen über eine Strecke von 420 Metern. Jede Zone soll bis zu zehn Tage lang geprüft werden. Der gesamte Programmablauf ist auf rund 60 Tage angelegt.
Vor dem Start hat das Team bereits Zementbond-Logs abgeschlossen. Damit will ReconAfrica die Integrität des Bohrlochs sichern und die Datenqualität erhöhen. Die operative Umsetzung liegt bei den Dienstleistern SLB und Halliburton, während NAMCOR und BW Energy als Partner beteiligt sind.
Ergebnisse erst im Sommer
Der Produktions-test soll vor Ende Mai beginnen. Die finalen Resultate werden nach dem derzeitigen Zeitplan für Mitte bis Ende Juli erwartet. Das gibt dem Markt erst in einigen Wochen mehr Klarheit über die Substanz des Projekts.
Parallel dazu laufen bereits Vorbereitungen für ein weiteres Appraisal-Bohrprogramm. ReconAfrica setzt damit klar auf Daten statt auf schnelle Schlagzeilen. Genau diese Phase ist für Explorationswerte oft die wichtigste.
Die Aktie bleibt dabei hoch schwankungsanfällig. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 73,06 Prozent, der RSI mit 59,9 signalisiert noch keine überkaufte Situation. Bis zum Teststart dürfte der Titel deshalb weiter stark auf jede neue Meldung reagieren.
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