Startseite » News zu Unternehmen » Analystenstimmen » Oracle Aktie: KI-Vision trifft Kostensorgen
Symbolbild, KI-generiert

Oracle Aktie: KI-Vision trifft Kostensorgen

Oracle präsentiert zahlreiche neue KI-Anwendungen, doch die enormen Infrastrukturkosten von 50 Milliarden US-Dollar sorgen für Anlegerzurückhaltung und Kursverluste.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorstellung von 25 neuen autonomen KI-Anwendungen
  • Massive Investitionen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar
  • Aktienkurs verzeichnet deutliche Verluste seit Jahresbeginn
  • Neue Finanzchefin steuert milliardenschwere Ausgabenpläne

Oracle drückt beim Thema Künstliche Intelligenz aufs Tempo und präsentiert Dutzende neue autonome Anwendungen für den Unternehmensbereich. Die Wall Street reagiert auf die technologische Offensive allerdings mit Skepsis. Im Zentrum der Anlegersorgen stehen nicht die neuen Produkte, sondern die enormen Milliardeninvestitionen, die für den Ausbau der nötigen Infrastruktur anfallen.

Autonome Agenten für den Geschäftsalltag

Auf der AI World Tour in New York stellte der Softwarekonzern am Donnerstag 25 neue Anwendungen vor. Diese integrieren spezialisierte KI-Agenten direkt in die Cloud-Systeme für Finanzen, Personal und Kundenmanagement. Ziel ist es, von der reinen Dateneingabe zur proaktiven Ausführung von Aufgaben zu wechseln. Flankiert wird die Software-Offensive von neuen Leistungsstufen für die hauseigene KI-Datenbank. Eine neue „Diamond Tier“-Klasse soll Ausfallzeiten bei hochkritischen Prozessen auf unter drei Sekunden drücken und Datenverluste komplett ausschließen.

Milliardenkosten belasten den Kurs

Trotz der technischen Fortschritte reagierten Anleger mit Verkäufen. Verantwortlich für die Zurückhaltung sind die aggressiven Ausgabenpläne des Unternehmens. Oracle plant, bis Mai 2026 rund 50 Milliarden US-Dollar in seine KI-Infrastruktur zu pumpen. Um diese massiven Rechenzentrumserweiterungen zu finanzieren, laufen laut Marktberichten bereits Gespräche über Kredite in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar mit Institutionen wie PIMCO und der Bank of America.

Diese hohe Kapitalintensität weckt angesichts einer ohnehin deutlichen Verschuldung Bedenken am Markt. Das spiegelt sich auch im übergeordneten Chartbild wider: Nach den jüngsten Verkäufen schloss der Titel gestern bei 118,36 Euro und verbucht damit seit Jahresbeginn ein Minus von über 29 Prozent.

Neue Führung für das Kapital

Die Aufgabe, diesen gewaltigen Investitionsplan zu steuern, fällt nun der frisch ernannten Finanzchefin Hilary Maxson zu. Sie verantwortet nach einer kürzlich erfolgten Umstrukturierung ab sofort die Allokation der 50 Milliarden US-Dollar sowie die Beteiligung am „Stargate“-Joint-Venture mit OpenAI und SoftBank. Den nächsten konkreten fundamentalen Prüfstein für diese Strategie liefert das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026, für das Oracle einen Gewinn je Aktie zwischen 1,96 und 2,00 US-Dollar prognostiziert.

Anzeige

Stand heute, 26. Oktober: Oracle – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Oracle investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 26. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Oracle: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Oracle

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/