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Oracle: AI Database Agent für Gemini startet

Oracle und Google Cloud erweitern ihre Partnerschaft um einen KI-Agenten für sprachbasierte Datenbankabfragen und bauen die gemeinsame Infrastruktur global aus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • KI-Agent für Datenbankabfragen in natürlicher Sprache
  • Globale Expansion auf 15 Cloud-Regionen
  • Oracle-Aktie mit starkem Kursplus im Monat
  • Massive Investitionen in KI-Rechenzentren geplant

Oracle und Google Cloud haben ihre Zusammenarbeit deutlich ausgebaut. Das Ergebnis: ein KI-Agent, der Unternehmenskunden ermöglicht, Oracle-Datenbanken per natürlicher Sprache abzufragen — ohne eine einzige SQL-Zeile zu schreiben.

Natürliche Sprache statt Datenbankcode

Der neue Oracle AI Database Agent ist seit dem 22. April über den Google Cloud Marketplace verfügbar. Nutzer können komplexe Geschäftsfragen — etwa zu Umsatzentwicklungen oder regionaler Performance — direkt in Alltagssprache stellen und erhalten Antworten aus ihren Oracle-Umgebungen. Der europäische Zahlungsdienstleister Worldline setzt den Dienst bereits ein, um seine Zahlungsplattform über den Oracle Exadata Database Service zu modernisieren.

Das Angebot richtet sich gezielt an Fachabteilungen ohne technischen Hintergrund. Individuelle Entwicklungsarbeit oder manuelles SQL-Coding entfällt damit für viele Standardanfragen.

Multicloud-Ausbau auf 15 Regionen

Parallel dazu hat Oracle seine „Oracle AI Database@Google Cloud“-Infrastruktur auf 15 kommerzielle Regionen weltweit ausgeweitet. Neu hinzugekommen sind Standorte in Mumbai, Frankfurt, London, Sydney und Tokio. Turin und Mexiko sollen innerhalb der nächsten zwölf Monate folgen.

Die Integration umfasst außerdem OCI GoldenGate für Echtzeit-Datenmigration sowie eine Anbindung an Google BigQuery — was Near-Realtime-Analysen über beide Plattformen hinweg ermöglicht.

Starke Kursentwicklung, aber noch weit vom Jahreshoch

Die Oracle-Aktie notiert aktuell bei 157,64 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen knapp 19 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht steht ein Plus von über 41 Prozent — vom 52-Wochen-Hoch bei 280,70 Euro ist der Kurs allerdings noch deutlich entfernt.

Guggenheim Securities hat Oracle zuletzt als „Best Idea for 2026″ eingestuft und auf eine nach Ansicht der Analysten deutlich unterbewertete Position relativ zum KI-Infrastrukturpotenzial hingewiesen. Im dritten Fiskalquartal meldete Oracle einen Umsatz von 17,19 Milliarden Dollar sowie einen Rekordwert bei den vertraglich gebundenen Erlösen von 553 Milliarden Dollar.

Umbau für das KI-Zeitalter

Hinter der Partnerschaftsstrategie steckt ein massives Investitionsprogramm: Oracle plant Kapitalausgaben von 50 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren. Zur Finanzierung stehen laut Berichten Stellenanpassungen und der Verkauf von Randaktivitäten im Raum.

Die Gemini-Integration ist dabei kein Einzelprojekt, sondern Teil einer breiteren Strategie rund um sogenannte „Agentic AI“ — KI-Systeme, die eigenständig Aufgaben ausführen. Erst Mitte April hatte Oracle eine ähnliche Multicloud-Partnerschaft mit AWS angekündigt. Das Muster ist klar: Oracle positioniert seine Datenbankdominanz als Fundament für die nächste Welle unternehmensweiter KI-Anwendungen.

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