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OMV: Graz-Geothermie am 21. Mai vor Gemeinderat

OMV treibt Geothermie in Graz voran und meldet solides erstes Quartal. Die Hauptversammlung Ende Mai entscheidet über eine hohe Gesamtausschüttung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Geothermie-Vorhaben für Graz erhält neuen Rahmen
  • Energie Steiermark finanziert seismische Messungen
  • Bereinigtes operatives Ergebnis bei rund einer Milliarde Euro
  • Hauptversammlung stimmt über 4,40 Euro Dividende ab

Seismische Messungen abgeschlossen, ein neuer Vertragsrahmen vereinbart, eine Hauptversammlung in zwei Wochen — bei OMV verdichten sich die Ereignisse gerade spürbar. Die Aktie spiegelt das wider: Seit Jahresbeginn hat sie rund 26 Prozent zugelegt und notiert mit 61,05 Euro deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Geothermie-Projekt erhält neue Grundlage

Das Geothermie-Vorhaben für die Fernwärmeversorgung von Graz hatte im November 2025 einen Rückschlag erlitten. Die Stadt Graz konnte keine Beschlüsse zur Übernahme von Haftungen in Höhe von 200 Millionen Euro fassen, woraufhin OMV die Pläne vorübergehend auf Eis legte. Den Ausweg schuf Energie Steiermark: Das Unternehmen übernahm Anfang 2026 die Vorfinanzierung der seismischen Messungen von rund 5 Millionen Euro und ermöglichte so die Wiederaufnahme der Gespräche.

Ende März 2026 folgte ein vertraglicher Rahmen zwischen Energie Steiermark, Holding Graz und Energie Graz. Die Stadt verpflichtet sich demnach, über zehn Jahre eine Risikoprämie von 35 Millionen Euro zu zahlen und die produzierte Wärme abzunehmen. OMV und Energie Steiermark wollen eine gemeinsame Gesellschaft für die Bohrungen gründen.

Rechtskräftig wird das Konstrukt erst mit der Zustimmung des Grazer Gemeinderats — geplant für den 21. Mai 2026. Die zwischen Februar und Anfang April abgeschlossenen seismischen Messungen im oststeirischen Becken sollen ein zweidimensionales Bild des Untergrunds liefern, um geothermische Lagerstätten zu identifizieren. Bei positiven Ergebnissen und erteilten Genehmigungen ist eine Erkundungsbohrung im vierten Quartal 2026 vorgesehen.

Solides Q1 und Hauptversammlung im Blick

Operativ präsentiert sich OMV robust. Das bereinigte operative Ergebnis (Clean CCS) erreichte im ersten Quartal 2026 rund 1 Milliarde Euro, das Ergebnis je Aktie lag bei 0,99 Euro. Die Raffinerie-Indikatormarge in Europa verdoppelte sich im Jahresvergleich auf 13,90 USD pro Barrel. Die Gesamtproduktion im Energiesegment belief sich auf 288.000 Barrel Öläquivalent pro Tag.

Am 27. Mai 2026 findet die ordentliche Hauptversammlung in Wien statt. Auf der Tagesordnung steht die Abstimmung über eine Gesamtausschüttung von 4,40 Euro je Aktie — bestehend aus einer regulären Dividende von 3,15 Euro und einer Sonderdividende von 1,25 Euro. Der Nachweisstichtag für die Teilnahme ist bereits am kommenden Sonntag, dem 17. Mai 2026. Ex-Dividenden-Tag wäre der 8. Juni, die Auszahlung soll am 11. Juni erfolgen.

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