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Symbolbild, KI-generiert

Nvidia Aktie: GF Securities erhöht Ziel auf 308 Dollar

Vor den Quartalszahlen am 20. Mai erhöhen zwei Banken die Kursziele für Nvidia. Der Markt erwartet starke GPU-Lieferungen und erste Rubin-Umsätze.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • GF Securities und KeyBanc erhöhen Kursziele
  • Optionsmarkt preist 8% Kursschwankung ein
  • China-Genehmigungen für H200-GPU-Verkäufe
  • Partnerschaft mit IREN für KI-Infrastruktur

Mittwoch dieser Woche entscheidet sich, ob Nvidia seinen beeindruckenden Lauf fortsetzen kann. Die Q1-Zahlen für das Geschäftsjahr 2027 stehen am 20. Mai an — und der Markt bereitet sich intensiv vor.

Zwei Upgrades kurz vor dem Startschuss

GF Securities und KeyBanc Capital Markets haben ihre Kursziele am Montag angehoben. GF Securities erhöhte das Ziel von 292 auf 308 US-Dollar. Analyst Jeff Pu erwartet dabei ein mögliches Aktienrückkaufprogramm — gestützt durch Nvidias starke Cashposition.

KeyBanc zog das Kursziel auf 300 US-Dollar hoch und behielt sein „Overweight“-Rating. Die Bank rechnet mit kräftig steigenden Blackwell-GPU-Lieferungen von 150.000 bis 200.000 Einheiten gegenüber dem Vorquartal. Hinzu kommt eine Erwartung: KeyBanc schätzt erste Umsätze aus der neuen Rubin-Architektur auf 3 bis 4 Milliarden US-Dollar.

Was der Markt einpreist

Der Optionsmarkt rechnet mit einer Kursbewegung von rund 8 Prozent in beide Richtungen. Das implizierte Kursband liegt zwischen etwa 217 und 255 US-Dollar. Diese Zahl zeigt, wie viel Unsicherheit bereits in den Preisen steckt — unabhängig davon, ob Nvidia die Erwartungen trifft oder verfehlt.

Ein Blick zurück ist aufschlussreich. Nach den Februar-Zahlen bewegte sich die Aktie kaum — obwohl Nvidia damals den Umsatz um 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigerte. Der Optionsmarkt hatte damals eine Bewegung von 5,7 Prozent eingepreist. Kein Wunder, dass Anleger die implizierte Volatilität diesmal mit Skepsis betrachten.

Der Konsens der Analysten liegt bei rund 78 Milliarden US-Dollar Umsatz und 1,77 US-Dollar bereinigtem Gewinn je Aktie. Das Rechenzentrumsgeschäft soll allein etwa 73 Milliarden beisteuern.

China und die Infrastruktur-Wette

Die wichtigste Unbekannte bleibt China. Seit den H20-Exportbeschränkungen klammert Nvidias Management die Region aus der Prognose aus. Nun hat die US-Regierung den Verkauf von H200-GPUs an rund zehn chinesische Unternehmen genehmigt — darunter Alibaba, Tencent und ByteDance. Gene Munster von Deepwater Asset Management schätzt den möglichen Umsatzeffekt auf 3 bis 5 Prozent für 2027, im besten Fall sogar 10 Prozent.

Parallel dazu hat Nvidia eine strategische Partnerschaft mit dem Rechenzentrumsbetreiber IREN Limited angekündigt. Gemeinsam wollen beide Unternehmen bis zu 5 Gigawatt KI-Infrastruktur aufbauen. IREN räumt Nvidia das Recht ein, innerhalb von fünf Jahren bis zu 30 Millionen Aktien zu einem Preis von 70 US-Dollar je Stück zu kaufen — ein potenzielles Investment von bis zu 2,1 Milliarden US-Dollar, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen. Außerdem unterzeichnete IREN einen Fünfjahresvertrag über 3,4 Milliarden US-Dollar für verwaltete GPU-Cloud-Dienste.

Die Nvidia-Aktie notiert in Frankfurt aktuell bei rund 197 Euro — knapp unter dem jüngsten 52-Wochen-Hoch von 201 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits rund 22 Prozent zugelegt. Am Mittwochabend wird sich zeigen, ob die hohen Erwartungen Substanz haben.

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