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Symbolbild, KI-generiert

Novo Nordisk Aktie: EMA empfiehlt orale Wegovy-Pille

Trotz positiver EMA-Empfehlung für die orale Wegovy-Pille fällt der Aktienkurs von Novo Nordisk weiter.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • EMA empfiehlt orale Wegovy-Pille
  • Aktie fällt trotz positiver Nachricht
  • Umsatzplus bei Adipositas-Produkten
  • Wettbewerb und Preisdruck belasten

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat die orale Wegovy-Pille zur Zulassung empfohlen. Das wäre das erste orale Abnehmmittel in der EU. Trotzdem fällt die Aktie.

Der Markt reagiert verhalten — und das sagt viel über die aktuelle Stimmung rund um Novo Nordisk.

Positive EMA-Empfehlung, aber noch kein grünes Licht

Die EMA hat eine positive Stellungnahme abgegeben. Die finale Entscheidung liegt nun bei der Europäischen Kommission, die laut EU-Verfahren innerhalb von 67 Tagen nach der EMA-Empfehlung entscheidet.

Novo Nordisk hatte bereits angekündigt, die Wegovy-Pille in der zweiten Jahreshälfte 2026 außerhalb der USA einzuführen — sofern die Behörden zustimmen. In den USA läuft das Produkt seit dem 5. Januar 2026. Für die Woche bis zum 17. April zählte das Unternehmen über 200.000 wöchentliche Verschreibungen.

Quartalszahlen zeigen: Die Pille ist entscheidend

Im ersten Quartal 2026 stieg der bereinigte Umsatz im Bereich Adipositas um 22 Prozent zu konstanten Wechselkursen. Der Gesamtkonzern lief dagegen rückwärts: Der bereinigte Gesamtumsatz sank um 4 Prozent, das bereinigte Betriebsergebnis um 6 Prozent.

Die Wegovy-Pille erzielte im ersten Quartal 2,256 Milliarden dänische Kronen Umsatz. Seit dem US-Launch wurden insgesamt mehr als 2 Millionen Verschreibungen ausgestellt.

Die Zahlen zeigen: Das Schicksal der Aktie hängt zunehmend an der oralen Formulierung.

Aktie unter Druck — trotz guter Nachrichten

Die Aktie notiert aktuell bei 37,82 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 15 Prozent im Minus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 70,13 Euro ist sie fast 46 Prozent entfernt.

Kein Wunder, dass ein regulatorischer Fortschritt allein die Stimmung nicht dreht. Anleger beobachten den wachsenden Wettbewerb im GLP-1-Markt genau. Eli Lilly hat im April sein eigenes US-Abnehmtablette Foundayo eingeführt. Der Preisdruck und die Frage nach Erstattungsfähigkeit in europäischen Märkten bleiben ungeklärt.

Ausblick: Zulassung ist erst der Anfang

Novo Nordisk hat seine Prognose für 2026 zuletzt angehoben. Das Unternehmen erwartet beim bereinigten Umsatz und Betriebsergebnis ein Minus zwischen 4 und 12 Prozent zu konstanten Wechselkursen — jeweils ohne die Auflösung der 340B-Rückstellung.

Selbst wenn die Europäische Kommission die Zulassung erteilt, folgt der eigentlich schwierige Teil: Erstattungsverhandlungen mit nationalen Gesundheitssystemen, Aufbau der Lieferkette und die Frage, wie schnell europäische Ärzte das Mittel verschreiben. Die EMA-Empfehlung öffnet die Tür — was dahinter wartet, entscheidet über den Erfolg.

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