Nanobiotix hat eine globale Kapitalerhöhung abgeschlossen. Die Biotechfirma nimmt brutto rund 100 Millionen Dollar ein – umgerechnet 86,1 Millionen Euro. Das Geld reicht laut Unternehmensplanung bis 2029.
Die Transaktion umfasst 2.218.467 Aktien inklusive American Depositary Shares sowie 345.099 vorgefinanzierte Optionsscheine. Der Ausgabepreis lag bei 33,60 Euro je Aktie, entsprechend 38,98 Dollar pro ADS. Das entspricht einem Abschlag von 14,92 Prozent zum volumen-gewichteten Durchschnittskurs. Die Optionsscheine haben einen Ausübungspreis von 0,03 Euro und sind bis Mai 2036 gültig. Koordiniert wurde die Platzierung von einem Bankenkonsortium aus Jefferies, TD Cowen und Stifel.
Mittelverwendung: Fokus auf die Plattform
Der Löwenanteil von 50 bis 60 Prozent der Nettoerlöse fließt in die Nanoprimer-Technologieplattform. Weniger als zehn Prozent sind für das JNJ-1900-Programm (NBTXR3) reserviert. Die restlichen 30 bis 40 Prozent gehen in allgemeine Unternehmens- und Betriebsmittel.
Das frische Kapital erweitert die Liquiditätsreichweite deutlich. Nanobiotix sieht sich für die kommenden klinischen und Forschungsaktivitäten finanziell gut aufgestellt.
Der Aktienmarkt reagiert verhalten. Die Nanobiotix-Aktie notiert am Mittwoch bei 35,20 Euro – ein Minus von 1,3 Prozent. Dabei hat sich der Kurs in den vergangenen zwölf Monaten mehr als verzehnfacht: ein Plus von über 900 Prozent. Vom Rekordhoch bei 46,76 Euro Mitte Mai ist das Papier allerdings rund ein Viertel entfernt.
Mit der Finanzierungsrunde ist eine wichtige Hürde genommen. Die nächsten Quartale müssen zeigen, ob die klinischen Programme die hohen Erwartungen einlösen.
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