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Microsoft Aktie: GitHub Copilot stellt Abrechnung um

Microsoft stellt GitHub Copilot auf ein Credit-System um. Die Flatrate entfällt, Nutzer zahlen künftig nach tatsächlichem KI-Einsatz.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umstellung auf nutzungsbasierte Abrechnung
  • Monatliche Credits für Pro- und Pro+-Nutzer
  • KI-Investitionen von rund 190 Milliarden Dollar
  • Auftragsbestand von 625 Milliarden Dollar

Microsoft stellt die Abrechnung für GitHub Copilot ab heute auf ein nutzungsbasiertes Modell um. Die Flatrate-Struktur, die den KI-Coding-Assistenten seit seinem Start prägte, wird durch ein Credit-System ersetzt. Der Schritt markiert eine Zäsur in der Monetarisierung rechenintensiver KI-Dienste.

Credits statt Pauschale

Ab dem 1. Juni 2026 verbrauchen Nutzer AI-Credits abhängig von der Intensität ihrer Aufgaben. Copilot-Pro-Abonnenten erhalten monatlich Credits im Wert von zehn Dollar, Pro+-Nutzer 39 Dollar. Die Begründung: Copilot ist längst mehr als ein Autovervollständigungs-Tool. Autonome Coding-Agents, erweiterte Debugging-Funktionen und Echtzeit-Code-Reviews treiben die Rechenkosten in die Höhe. Eine Pauschale bilde die tatsächlichen Lasten nicht mehr ab, so das Management.

Die Umstellung fällt in eine Phase beispielloser Infrastrukturausgaben. Analysten beziffern Microsofts KI-Investitionen für 2026 auf rund 190 Milliarden Dollar. Ziel ist es, anhaltende Engpässe bei GPUs und spezialisierten Beschleunigern wie dem hauseigenen „Maia“-Chip zu beseitigen.

Auftragsbestand als Puffer

Trotz der Ausgabenwelle bleibt die finanzielle Basis stabil. Der Auftragsbestand für kommerzielle Verträge (Remaining Performance Obligations) kletterte auf 625 Milliarden Dollar. Das entspricht rund zweieinhalb Jahren Umsatzsichtbarkeit — selbst wenn man die 281 Milliarden Dollar aus der OpenAI-Partnerschaft herausrechnet.

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Zusätzlichen Rückhalt bietet ein Großauftrag des US-Verteidigungsministeriums. Der am 28. Mai 2026 verkündete Fünfjahresvertrag über 9,69 Milliarden Dollar macht Microsoft zum zentralen Anbieter für Windows, Microsoft 365 und Azure-Dienste der Streitkräfte.

Build-Konferenz im Fokus

Die Microsoft-Aktie notierte am Freitag bei 386 Euro, ein Plus von 5,75 Prozent binnen einer Woche. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 4,36 Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 467 Euro trennen die Papiere noch 17 Prozent.

Anleger richten den Blick nun auf die Build-Konferenz, die morgen startet. Erwartet werden Details zur Akzeptanz des „Agentic Computing“-Modells und zur Frage, ob Microsoft das Azure-Wachstum von 39 Prozent halten kann, während die globale Infrastruktur-Expansion weiterläuft.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.