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MBB Aktie: Explosives Wachstum – aber zu welchem Preis?

MBB meldet starkes Halbjahresergebnis mit 16,8% Umsatzplus und 36,8% EBITDA-Wachstum, angetrieben durch Service & Infrastructure, während Technological Applications Einbrüche verzeichnet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Service & Infrastructure verzeichnet 49% Umsatzsprung
  • Technological Applications mit 20,3% Umsatzrückgang
  • Nettoliquidität von 457,4 Millionen Euro
  • Aktie zeigt über 65% Jahresperformance

Service & Infrastructure treibt den Beteiligungskonzern zu Rekordergebnissen, während ein Segment deutlich schwächelt. Kann MBB diese Zweiklassen-Gesellschaft auflösen und seine Rally fortsetzen?

Die Zahlen des ersten Halbjahres 2025 lesen sich beeindruckend: Umsatz plus 16,8%, EBITDA plus 36,8%. Doch hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich eine gespaltene Realität. Während ein Segment förmlich explodiert, kämpft ein anderer Unternehmensbereich mit massiven Problemen.

Service & Infrastructure: Der ungebremste Wachstumsturbo

Das Segment Service & Infrastructure entwickelt sich zum absoluten Powerhouse innerhalb des MBB-Konzerns. Mit einem Umsatzsprung von 49,0% auf 361,6 Millionen Euro und einer nahezu Verdoppelung des EBITDA (+95,4%) treibt diese Sparte den gesamten Konzern nach vorne.

Die Schlüsselfaktoren für diesen Erfolg:
– Friedrich Vorwerk: Umsatzplus von 56,1% durch hohe Kapazitätsauslastung
– Großprojekte wie A-Nord zeigen schnelle Fortschritte
– Auftragsbestand von 1,1 Milliarden Euro sichert langfristige Auslastung
– DTS: 20,6% Umsatzwachstum durch IT-Sicherheitsgroßaufträge

Technological Applications: Der schwächelnde Zwilling

Während ein Segment boomt, zeigt sich beim Schwesterbereich Technological Applications ein völlig anderes Bild. Ein Umsatzrückgang von 20,3% und ein EBITDA-Einbruch von 21,9% verdeutlichen die strukturellen Probleme.

Die Ursache liegt primär in der schwächelnden Automobilindustrie, die als Hauptabnehmer dieses Segments gilt. Diese Abhängigkeit wird für MBB zunehmend zum Risikofaktor.

Solide Fundamentaldaten trotz Segment-Dilemma

Trotz der gemischten Entwicklung bestätigt MBB die Prognose für 2025 und strebt sogar das obere Ende der Spannen an. Was gibt dem Management diese Zuversicht?

Die Antwort liegt in der finanziellen Stärke: Eine Nettoliquidität von 457,4 Millionen Euro bietet erheblichen Spielraum für strategische Investments und Wachstumsinitiativen. Zudem gehört MBB mit 15 Jahren steigender Dividendenzahlungen zu einer exklusiven Gruppe deutscher Unternehmen.

Kursentwicklung: Kurzfristiger Rücksetzer, langfristiger Bullenmarkt

Aktuell zeigt die MBB-Aktie mit -6,92% in 30 Tagen eine leichte Konsolidierung. Doch im größeren Bild imponiert das Papier: Seit Jahresanfang legte die Aktie über 65% zu und notiert trotz des jüngsten Rückgangs noch immer 24,6% über dem 200-Tage-Durchschnitt.

Die entscheidende Frage: Handelt es sich bei der aktuellen Schwächephase um eine gesunde Korrektur nach einem starken Lauf – oder deutet die Zweiteilung der Geschäftsbereiche auf größere strukturelle Probleme hin? Die Antwort wird nicht zuletzt davon abhängen, ob MBB es schafft, das schwächelnde Segment Technological Applications wieder auf Wachstumskurs zu bringen.

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