Was für eine Woche für den seltenen Erden-Produzenten Lynas Rare Earths! Zuerst die frohe Botschaft einer erfolgreichen Kapitalerhöhung im Volumen von 750 Millionen Austral-Dollar – dann der kalte Dusch-Effekt durch enttäuschende Jahreszahlen, die deutlich unter den Erwartungen lagen. Wie passt das zusammen und was bedeutet diese Zangenbewegung für Anleger?
Kapitalspritze mit bitterem Beigeschmack
Am Freitagmorgen verkündete Lynas den erfolgreichen Abschluss einer vollständig unterzeichneten institutionellen Platzierung. Rund 56,6 Millionen neue Aktien wurden zum Preis von 13,25 Austral-Dollar je Stück platziert – ein Abschlag von 10 Prozent zum letzten Handelspreis. Die Mittel sollen die „Towards 2030“-Strategie beschleunigen, die auf den Ausbau der Lieferkette für Metalle und Magnete außerhalb Chinas abzielt.
Doch parallel zur Kapitalerhöhung offenbarten die Jahreszahlen für 2025 ein ernüchterndes Bild: Während der Umsatz von 557 Millionen Austral-Dollar leicht über den Erwartungen lag, brach der Gewinn nach Steuern von 84,5 Millionen auf nur noch 8 Millionen Austral-Dollar ein. Die Erklärung des Managements: Abschreibungskosten für die Erweiterungen der Kalgoorlie- und Mt Weld-Anlagen.
Strategischer Schachzug im Rare-Earth-Markt
Hinter der Kapitalerhöhung steckt klare Strategie. Lynas positioniert sich als führender Produzent seltener Erden außerhalb Chinas in einem Markt, der sich rapide verändert. Chinas jüngste Verschärfung der Kontrollen über die Verarbeitung seltener Erden hat die Preise für Materialien wie Neodym-Praseodym-Oxid in die Höhe getrieben.
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CEO Amanda Lacaze betonte, die Finanzierung verschaffe dem Unternehmen die nötige Bilanzstärke, um in einem sich schnell entwickelnden Markt eine aggressive Wachstumsagenda zu verfolgen. Regierungen und Kunden weltweit suchen nach resilienteren und geografisch diversifizierten Lieferketten – genau hier setzt Lynas an.
Analysten blicken nach vorne
Trotz der enttäuschenden Zahlen scheinen Analysten die langfristige Strategie zu honorieren. Die Konsensprognosen für das Geschäftsjahr 2026 zeigen einen massiven Anstieg der Gewinnerwartungen. Offenbar überwiegt die Zuversicht in die Wachstumsstory die Enttäuschung über die aktuellen Zahlen.
Die neuen Aktien aus der Platzierung sollen am 3. September handelbar sein, gefolgt von einem Aktienkaufplan für Kleinanleger ab 5. September. Die Frage bleibt: Nutzen Anleger die aktuelle Schwächephase als Einstiegschance in eine langfristige Wachstumsstory – oder war dies erst der Anfang einer tieferen Korrektur?
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