Rekordumsatz, steigende Dividende – doch die Lufthansa-Hauptversammlung 2026 zeigte auch die Schattenseiten des Geschäfts. Die Aktionäre stimmten allen Tagesordnungspunkten zu, der Konzern blickt auf ein operativ starkes Jahr 2025 zurück. Die Weichen für das laufende Jahr sind gestellt – in einem herausfordernden Umfeld.
Die Dividende steigt auf 0,33 Euro je Aktie, ein Plus von zehn Prozent. Ein klares Signal des Vorstands, das auf Zustimmung stieß.
Führungswechsel an der Spitze des Aufsichtsrats
Parallel dazu kommt es zu einem Wechsel an der Spitze des Kontrollgremiums. Dr. Johannes Teyssen, früherer E.ON-Chef, übernimmt den Vorsitz von Dr. Karl-Ludwig Kley. Neu im Aufsichtsrat ist zudem Wolfgang Nickl, Finanzvorstand von Bayer. Karl Gernandt von der Kühne Holding wurde in seinem Amt bestätigt.
Rekordjahr 2025 als Fundament
Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte die Basis für den Optimismus. Der Umsatz erreichte mit 39,6 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert – ein Plus von fünf Prozent. Der operative Gewinn kletterte um ein Fünftel auf 2 Milliarden Euro.
Die operative Marge verbesserte sich auf 4,9 Prozent. Insgesamt beförderte die Lufthansa-Gruppe rund 135 Millionen Passagiere.
Strategische Schritte für 2026
Für das laufende Jahr stellt die Konzernführung weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum in Aussicht. Die Integration von ITA Airways schreitet voran – die Option auf die Mehrheit wurde eingelöst. Die neue Lufthansa City Airlines treibt den Kapazitätsausbau voran: 40 Airbus A220-300 wurden bestellt, die erste Maschine wird für den Herbst 2026 erwartet.
Politische Entlastung mit begrenzter Wirkung
Indes belasten Wettbewerbsdruck und Treibstoffkosten die Stimmung. Die Bundesregierung senkt ab Juli die Ticketsteuer um bis zu 11,40 Euro pro Flug. Branchenvertreter sehen die Entlastung als begrenzt wirksam an.
Lufthansa hat sich gegen Ölpreisschwankungen abgesichert: Über 80 Prozent des Kerosinbedarfs für 2026 sind fixiert.
Kursentwicklung verhalten
An der Börse reagierte die Aktie verhalten. Am Freitag schloss sie bei 7,84 Euro, nahe am 50-Tage-Durchschnitt. Im Jahresverlauf steht ein Minus von gut acht Prozent, das 52-Wochen-Hoch bei 9,50 Euro rückt in weitere Ferne.
Ausblick
Das operative Fundament stimmt, der Ausblick ist ambitioniert. Entscheidend wird sein, ob die Margen dem Wachstum folgen. Die kommenden Quartalszahlen liefern den nächsten Stimmungstest.
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