Ein kurzer Rücksetzer trifft einen ETF, der bis zuletzt von US-Technologie lebte. Der iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc) bleibt breit gestreut, aber nicht neutral gegenüber der Nasdaq. Wenn Nvidia, Apple und Microsoft wackeln, spürt der Weltindex das sofort. Nun kommt noch eine Indexanpassung am Monatsende hinzu.
Tech-Gewichte bremsen den Fonds
Der Nettoinventarwert des Fonds sank am Freitag um 1,33 Prozent auf 140,33 US-Dollar. Der Rückgang wirkt überschaubar, traf aber einen Markt mit hohen Erwartungen.
In Euro schloss der ETF bei 120,76 Euro und verlor 0,93 Prozent. Er blieb damit nur knapp unter dem jüngsten Hoch.
Der breitere Trend kippt dadurch nicht. Im vergangenen Monat gewann der Fonds 5,06 Prozent. Seit Jahresanfang liegt er 8,05 Prozent vorne. Auf Jahressicht steht weiter ein Plus von 20,14 Prozent.
Der Grund liegt in der Struktur des Index. Der MSCI World gewichtet die USA mit rund 70 Prozent. Schwäche an der Nasdaq schlägt daher direkt auf das Portfolio durch.
Zu den größten Positionen zählen Nvidia mit 5,61 Prozent, Apple mit 4,55 Prozent und Microsoft mit 3,42 Prozent. Gerade Nvidia steht nach starken Kursgewinnen besonders im Blick. Wenn Anleger dort Gewinne sichern, leidet auch ein globaler ETF.
Das erklärt, warum ein eigentlich breiter Fonds kurzfristig wie ein Tech-Barometer wirken kann. Die Streuung hilft, aber sie hebt die Konzentration nicht auf.
Indexwechsel zum Monatsende
MSCI veröffentlichte am 12. Mai die Ergebnisse der halbjährlichen Indexüberprüfung. Die Änderungen greifen zum Handelsschluss am 29. Mai. Bei einem verwalteten Vermögen von rund 136,7 Milliarden US-Dollar bewegen schon kleine Verschiebungen große Summen.
Zu den größten Neuzugängen im MSCI World zählen Medline A, MasTec und TechnipFMC. Aus Europa fallen unter anderem LEG Immobilien und Randstad heraus. In Großbritannien verlassen auch JD Sports Fashion und Whitbread den Index.
Solche Anpassungen verändern den Charakter des Fonds nicht über Nacht. Kurzfristig können sie einzelne Aktien dennoch bewegen. Indexfonds und aktive Manager gleichen Portfolios an, was rund um den Stichtag höhere Umsätze begünstigt.
Bewertung bleibt anspruchsvoll
Die technische Lage bleibt konstruktiv. Der ETF notiert 5,78 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt. Das spricht eher für einen intakten Aufwärtstrend als für einen Bruch.
Zur 200-Tage-Linie beträgt der Abstand 8,76 Prozent. Der RSI von 65,6 zeigt erhöhte Dynamik, aber noch keine extreme Überhitzung.
Mit einem KGV von etwa 24,98 bleibt die Bewertung gehoben. Der ETF preist damit weiter solide Gewinne der großen Indexmitglieder ein. Das macht ihn anfällig, wenn Zinserwartungen wieder steigen.
Ab Montag, dem 18. Mai, rücken die Vorbereitung auf die Indexumstellung und neue US-Konjunkturdaten zusammen in den Blick. Der Stichtag am 29. Mai kann bei den betroffenen Aktien zusätzliche Umsätze bringen. Hält US-Tech sein Niveau, bleibt der Rücksetzer eher ein Test des Trends als ein Bruch.
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