Graphite One zieht die Reißleine. Das Unternehmen gibt seine bisherigen Pläne für ein Batteriematerial-Werk im amerikanischen Warren auf. Stattdessen zieht der Konzern nach Conneaut, Ohio. Der Grund für den Wechsel ist simpel: Am alten Standort fehlte schlicht die nötige Stromkapazität.
Der neue Standort bietet direkte logistische Vorteile. Das Gelände liegt am Eriesee und verfügt über einen Bahnanschluss. Ein bestehendes Umspannwerk löst das Energieproblem. Von hier aus will Graphite One eine heimische Lieferkette für Batteriematerialien aufbauen. Das Ziel: Die USA sollen unabhängiger von China werden. Bislang kontrolliert die Volksrepublik rund 80 Prozent des globalen Marktes für natürliches Grafit.
Produktion in drei Etappen
Der Aufbau des Werks erfolgt in drei Phasen:
- Phase 1: Bis Ende 2027 sollen jährlich 10.000 Tonnen synthetisches Grafit vom Band laufen.
- Phase 2: Im dritten Quartal 2028 steigt die Kapazität auf 25.000 Tonnen.
- Phase 3: Bis 2030 plant das Management eine Ausweitung auf 175.000 Tonnen pro Jahr.
In der letzten Ausbaustufe bindet das Unternehmen sein Grafit-Vorkommen in Alaska an. Es gilt als die größte Ressource der Vereinigten Staaten.
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Gespräche mit Autoherstellern laufen
Parallel zum Standortwechsel treibt das Management den Vertrieb voran. Drei große Elektroauto-Bauer und drei Batteriehersteller testen aktuell Materialproben. Erste Verhandlungen über verbindliche Abnahmeverträge haben bereits begonnen.
An der Börse reagieren Investoren bisher abwartend. Die Aktie schloss am Dienstag bei 0,72 Euro. Seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf gut 38 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,52 Euro ist das Papier weit entfernt.
Um das Team für die kommenden Aufgaben zu binden, hat der Aufsichtsrat neue Aktienpakete freigegeben. Mitarbeiter erhalten rund eine Million gesperrte Aktien sowie Optionen mit einem Ausübungspreis von 1,13 Kanadischen Dollar. Der nächste entscheidende Schritt für das Projekt steht nun im Vertrieb an. Die laufenden Verhandlungen müssen zügig in verbindliche Aufträge münden, um die Finanzierung der ersten Bauphase abzusichern.
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