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Ferrari Aktie: 35 Prozent Minus trotz Q1-Überraschung

Ferrari übertrifft Umsatzprognosen, doch die Börse zeigt sich skeptisch wegen des Elektroprojekts Luce und sinkender Auslieferungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz steigt auf 1,85 Milliarden Euro
  • Gewinn je Aktie bei 2,33 Euro
  • Auslieferungen sinken auf 3.436 Einheiten
  • Elektroprojekt Luce sorgt für Skepsis

Starke Zahlen, schwache Kurse – bei Ferrari klaffen operative Realität und Börsenstimmung auseinander. Trotz übertroffener Erwartungen im ersten Quartal 2026 reagiert der Markt verhalten. Anleger blicken weniger auf die aktuelle Bilanz als auf die riskante elektrische Zukunft der Traditionsmarke.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf 1,85 Milliarden Euro. Damit übertraf der Autobauer die Prognosen von 1,83 Milliarden Euro knapp. Der Gewinn je Aktie kletterte auf 2,33 Euro.

Indes sank die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge auf 3.436 Einheiten. Das sind 157 Sportwagen weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Vorstand bestätigte dennoch das Jahresziel von 7,5 Milliarden Euro Umsatz.

Die Skepsis am Markt nährt sich vor allem aus dem Projekt „Luce“, Ferraris erstem vollelektrischen Modell. Mit einem geplanten Einstiegspreis von rund 550.000 Euro zielt der Wagen auf ein extremes Luxussegment. Marktbeobachter zweifeln jedoch, ob die Stammkundschaft den Wechsel zum Elektroantrieb vollständig mitvollzieht.

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Diese Sorge wird durch Entwicklungen bei der Konkurrenz befeuert. Lamborghini stellte kürzlich sein Elektroprojekt „Lanzador“ ein und verwies auf mangelnde Nachfrage. Ferrari hingegen hält an seinem Zeitplan fest. Die Auftragsbücher sind bis Ende 2027 gefüllt.

Abseits der Straße kämpft das Formel-1-Team mit Performance-Problemen. Nach einem enttäuschenden Rennen in Miami sollen technische Upgrades beim kommenden Grand Prix in Kanada die Wende bringen. Parallel dazu startete das Unternehmen das Bildungsprojekt „Scintillab“, um STEM-Fähigkeiten an italienischen Grundschulen zu fördern.

Die Aktie notiert aktuell bei 284,90 Euro und hat auf Jahressicht rund 35 Prozent an Wert verloren. Hält der Abwärtstrend an, rückt das 52-Wochen-Tief bei 272,20 Euro wieder in das Blickfeld der Händler. Erst ein Erfolg der angekündigten Upgrades in Kanada könnte den Fokus zurück auf die starke operative Basis lenken.

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