Die Exxon-Tochter XTO Energy veräußert umfangreiche Öl-Assets im Williston Basin für 550 Millionen Dollar an Chord Energy. Der Deal, der bis Jahresende abgeschlossen werden soll, umfasst 48.000 Netto-Acres mit einer aktuellen Förderung von rund 9.000 Barrel Öläquivalent täglich.
Strategischer Rückzug aus dem Williston Basin?
Die verkauften Assets bringen XTO Energy eine beachtliche Summe ein – bei einer Produktion von 78 Prozent Öl und nur 23 Prozent Rückgang. Für Exxon bedeutet der Verkauf eine weitere Konzentration auf die profitabelsten Fördergebiete. Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrfach kleinere Öl-Assets abgestoßen, um sich auf Kernregionen zu fokussieren.
Chord Energy übernimmt mit dem Deal 90 zusätzliche Bohrstandorte mit einer durchschnittlichen lateralen Länge von 10.000 Fuß. Der Käufer rechnet mit Break-even-Kosten im Bereich von 40 Dollar je Barrel – ein attraktiver Wert bei den aktuellen Ölpreisen.
Finanzierung ohne Schuldenaufbau
Die Transaktion wird vollständig durch verfügbare Liquidität und bestehende Kreditlinien finanziert. Chord Energy erwartet nach Abschluss eine bereinigte Nettoverschuldung von lediglich 0,5 bis 0,6 Mal dem operativen Cashflow.
Mehrere Analystenhäuser bewerteten den Deal positiv: BofA Securities hob das Kursziel für Chord Energy auf 123 Dollar an, Piper Sandler sogar auf 169 Dollar. Die Experten sehen in der Akquisition eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Portfolios.
Der effektive Stichtag der Transaktion ist bereits der 1. September, der formelle Abschluss wird für Ende 2024 erwartet.
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