Der deutsche Aktienmarkt feiert, die Aktie der Deutz AG legt den Rückwärtsgang ein. Während der DAX am Donnerstag deutlich zulegte, gab das Papier des Kölner Motorenbauers nach. Die Gründe für den Verkaufsdruck liegen kaum im operativen Geschäft. Vielmehr deuten die technischen Indikatoren auf eine überfällige Abkühlung hin.
Mit einem Schlusskurs von 10,56 Euro beendete die Aktie den XETRA-Handel schwächer. Auf Jahressicht steht für Investoren weiterhin ein sattes Plus von gut 22 Prozent zu Buche. Ein Blick auf den Relative-Stärke-Index (RSI) liefert eine Erklärung für die aktuelle Schwäche. Der Wert notiert bei 83 Punkten und signalisiert damit eine massiv überkaufte Marktsituation. Gewinnmitnahmen sind in diesem Umfeld eine logische Konsequenz.
Operativer Aufwind
Fundamentaldaten stützen den langfristigen Trend. Im ersten Quartal steigerte Deutz den Umsatz auf 530 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie drehte von einem Vorjahresverlust spürbar ins Plus und erreichte 0,14 Euro.
Analysten blicken entsprechend optimistisch auf das Gesamtjahr. Sie erwarten im Schnitt einen Gewinn von rund 0,92 Euro je Anteilsschein.
Fokus auf die Ausschüttung
Ein weiterer Aspekt rückt in den Mittelpunkt. Die aktuelle Ausschüttungspolitik des Industriekonzerns lässt auf höhere Rückflüsse hoffen. Marktschätzungen gehen für das laufende Geschäftsjahr von einer Dividende in Höhe von 0,24 Euro aus. Im vergangenen Jahr zahlte das Unternehmen noch 0,18 Euro je Aktie.
Der aktuelle Verkaufsdruck ändert wenig an der soliden fundamentalen Ausgangslage. Solange die Aktie ihren 200-Tage-Durchschnitt bei 9,50 Euro auf Schlusskursbasis verteidigt, bleibt der übergeordnete technische Aufwärtstrend intakt.
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