MPCM hat gestern das Kursziel für Deutz von 19 auf 18 Euro gesenkt, die Kaufempfehlung aber beibehalten. Die Anpassung folgte auf die Quartalszahlen vom Donnerstag. Im schwachen Rüstungsumfeld verlor die Aktie gestern 2,0%; dpa-AFX führte den Rückgang auf die Belastung des Sektors durch Rheinmetalls Prognosesenkung zurück.
Analysten reduzieren Ziele, bleiben aber positiv
MPCM-Analyst Stefan Augustin begründete das niedrigere Kursziel unter anderem mit der Bewertung vergleichbarer Unternehmen. Zugleich verwies er auf besser als erwartete Aufträge im dritten Quartal. Die neue Zielmarke ging damit nicht mit einer Abstufung der Aktie einher.
Bereits am Donnerstag hatte die DZ Bank ihren fairen Wert von 16 auf 15 Euro gesenkt und die Einstufung „Kaufen“ beibehalten. Analyst Thorsten Reigber schrieb der FFG-Übernahme Neubewertungspotenzial zu.
Margenerwartung am oberen Ende der Spanne
Deutz hatte am Donnerstag für 2026 die bereinigte EBIT-Marge am oberen Ende der bisherigen Spanne von 6,5–8,0 % in Aussicht gestellt. Die Umsatzprognose blieb unverändert. Beim bereinigten operativen Ergebnis meldete das Unternehmen für die ersten neun Monate einen Anstieg um rund 36 %.
Die bereinigte EBIT-Rendite verbesserte sich im selben Zeitraum von 5,8 % auf 7,1 %. Der Auftragseingang legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um gut 30 % zu. Der Umsatz wuchs um rund 11 %.
Für 2027 erwartet Deutz durch den am Donnerstag gemeldeten Abschluss des FFG-Erwerbs mehr als 1 Mrd. € zusätzlichen Umsatz im Defense-Bereich. Dabei rechnet das Unternehmen mit einer bereinigten EBITDA-Marge von über 20 %.
Am 30. März 2027 stehen die Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2026 und die Bilanzpressekonferenz mit Analysten und Investoren an.
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