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Deutsche Telekom Aktie: MagentaTV zeigt 104 WM-Spiele

Die Telekom nutzt Fußball-WM und Rock am Ring, um MagentaTV als Plattform zu stärken. Konkrete Ergebnisziele bleiben offen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • WM-Übertragung mit Tom Kaulitz
  • Rock am Ring als Netzbelastungstest
  • Aktienkurs zeigt keine Sonderreaktion
  • Konzernumsatz im ersten Quartal gestiegen

Die Deutsche Telekom rückt MagentaTV kurz vor großen Live-Ereignissen stärker ins Schaufenster. Fußball-WM und Rock am Ring sollen nicht nur Inhalte liefern, sondern auch zeigen, wie der Konzern Streaming, TV-Rechte und Netzqualität verzahnt. Für die Aktie ist das keine klassische Ergebnisnachricht. Es ist eher ein Signal, wo die Telekom im Mediengeschäft Reichweite sucht.

WM als Reichweitenhebel

Am 20. Mai meldete die Telekom, dass Tom Kaulitz Teil des MagentaTV-Teams zur Fußball-Weltmeisterschaft wird. Seine Rolle beschreibt der Konzern als „Fan Experte“. Damit mischt MagentaTV Sportberichterstattung bewusst mit Entertainment.

Nach Unternehmensangaben laufen bei MagentaTV alle 104 WM-Spiele, davon 44 exklusiv, auf drei Kanälen in UHD. Ergänzt wird das Programm durch Analysen, Interviews, Konferenzen sowie Studios in New York und Ismaning.

Der wirtschaftliche Punkt dahinter ist klar: Die Telekom nutzt ein globales Sportereignis, um ihre TV-Plattform stärker zu vermarkten. Konkrete Erlösziele, Kundenziele oder Kosten für das WM-Paket nannte der Konzern nicht. Aus der Nachricht lässt sich daher kein unmittelbarer Ergebnisbeitrag ableiten.

Festival wird zum Netztest

Auch Rock am Ring wird Teil dieser Strategie. Das Festival soll Anfang Juni live und kostenlos bei MagentaTV zu sehen sein, anschließend als Abrufangebot. Genannt werden unter anderem Linkin Park, Iron Maiden und Limp Bizkit.

Am Nürburgring erwartet die Telekom 90.000 Besucherinnen und Besucher, zusätzlich sollen fünf mobile Mobilfunkstandorte eingesetzt werden. Im Vorjahr liefen dort mehr als 141.000 Gigabyte Datenvolumen über das Telekom-Netz.

Damit wird das Festival zur Doppelbühne: Inhalte für MagentaTV, Belastungstest für das Mobilfunknetz. Der Konzern verweist dabei auch auf Automatisierung. Ein RAN Guardian Agent soll öffentliche Events erkennen, Netzlasten einschätzen und Optimierungen ableiten.

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Aktie wartet auf harte Effekte

Die Aktie schloss am Mittwoch bei 29,13 Euro. Auf Wochensicht steht ein Plus von 4,82 Prozent, seit Jahresbeginn von 4,52 Prozent.

Der Kurs zeigt damit keine starke Sonderreaktion auf die MagentaTV-Nachrichten. Das passt zur Einordnung: Rechte, Streams und Event-Netze können die Marke stärken, schlagen aber erst dann sichtbar durch, wenn Nutzerzahlen, Kundenbindung oder Margen folgen.

Der finanzielle Rahmen bleibt der Quartalsbericht vom 13. Mai. Die Telekom meldete für das erste Quartal einen organisch um 4,7 Prozent gestiegenen Konzernumsatz von 29,9 Milliarden Euro.

Das bereinigte EBITDA AL legte organisch um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu. Die Prognose hob der Konzern auf rund 47,5 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA AL und mehr als 19,8 Milliarden Euro Free Cashflow AL an.

Im TV-Geschäft wachsen die Bestände moderat. In Deutschland lag die Zahl der IPTV- und Sat-Kunden Ende März bei 4,775 Millionen, leicht über dem Jahresende. Im europäischen Segment meldete die Telekom 4,498 Millionen TV-Kunden.

Der nächste konkrete Prüfstein ist die Reichweite der Live-Angebote im Juni. Solange die Telekom keine finanziellen Ziele für MagentaTV nennt, bleibt die Botschaft vor allem strategisch: Der Konzern will Inhalte, Plattform und Netz enger zusammenspielen lassen.

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