Rheinmetall und die Deutsche Telekom wollen gemeinsam Städte und kritische Infrastruktur vor Drohnen und Sabotage schützen. Das klingt nach einem Wachstumsfeld mit Zukunft. Nun meldet sich die Politik — und stellt eine unbequeme Frage.
Wenn zivile Netze militärisch relevant werden
Politiker von Union, SPD und Grünen warnen laut einem Handelsblatt-Bericht vor Sicherheitsrisiken durch Huawei-Technik im geplanten Drohnenabwehr-Projekt. Der Kern des Problems: Die Telekom soll Ortung, Rechenleistung und Datenverbindungen einbringen — und nutzt dafür zivile Mobilfunkinfrastruktur. In diesen Netzen spielt Huawei-Technik noch immer eine Rolle.
Dabei ist die Ausgangslage nicht neu. Die Bundesregierung hat mit Telekom, Vodafone und Telefónica öffentlich-rechtliche Verträge geschlossen. Bis Ende 2026 müssen kritische Huawei- und ZTE-Komponenten aus den 5G-Kernnetzen verschwinden. Bis Ende 2029 gilt das auch für Zugangs- und Transportnetze. Der Zeitplan läuft — nur eben noch nicht abgeschlossen.
Was die Telekom technisch einbringt
Das Unternehmen setzt bei der Drohnendetektion auf Video-, Audio-, Radiofrequenz- und Remote-ID-Sensoren sowie Drohnenradar. Passive RF-Sensoren lassen sich laut Telekom direkt an Funkmasten installieren. Sie senden kein aktives Suchsignal und stören die Mobilfunktechnik nicht.
Rheinmetall liefert die Abwehrfähigkeiten. Die Telekom ergänzt mit Cloud, Konnektivität und Datenanalyse. Gemeinsam mit der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr Hamburg forscht der Konzern daran, wie sich Drohnen erkennen lassen, die über Mobilfunknetze gesteuert werden.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Telekom?
Details der Zusammenarbeit wollen beide Unternehmen erst zu einem späteren Zeitpunkt nennen.
Börse reagiert kaum — vorerst
Die Aktie zeigt sich von der Debatte unbeeindruckt. Der Kurs liegt bei rund 29,29 Euro, ein minimales Plus von 0,10 Prozent auf Tagesbasis. Seit Jahresbeginn steht ein Aufschlag von gut fünf Prozent zu Buche.
Das Bild bleibt zwigeteilt. Die Kooperation mit Rheinmetall schärft das Profil der Telekom in einem sicherheitsrelevanten Wachstumsfeld. Allerdings zeigt die Huawei-Debatte, dass neue Geschäftsmodelle rund um Netzschutz und Drohnenabwehr politische Prüfungen nach sich ziehen — stärker als klassische Telekommunikationsdienste. Ob die geplante Sicherheitsarchitektur als politisch ausreichend souverän gilt, entscheidet sich mit dem Fortschritt des Huawei-Austauschs bis Ende 2026.
Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 25. Mai liefert die Antwort:
Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
