Die Berliner Delivery Hero-Aktie hat am Freitag ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Nach dem jüngsten Absturz um 18 Prozent vom Monatshoch bei 26,11 Euro kletterte das Papier um 5,8 Prozent auf 23,10 Euro und erreichte damit wieder die wichtige 21-Tage-Linie. Eine bemerkenswerte Erholungsbewegung nach schwierigen Wochen.
UBS-Analyst sieht Licht am Ende des Tunnels
Der Grund für den Kurssprung liegt in einer optimistischen Einschätzung der Schweizer Großbank UBS. Analyst Jo Barnet-Lamb machte den Anlegern Mut mit einer erfreulichen Nachricht aus Südkorea: Der Marktanteil der problematischen Tochterplattform Baemin ist im Juni gestiegen. Das klingt nach einer kleinen Sensation, denn ausgerechnet diese Sparte hatte zuletzt für massive Sorgenfalten gesorgt.
Die schwächelnde Performance von Baemin gilt als einer der Hauptgründe für die anhaltende Kursschwäche des Berliner Lieferdienstes. Hinzu kommt der brutale Konkurrenzkampf in der MENA-Region, der den Konzern zusätzlich unter Druck setzt.
Kursziel mit ordentlich Luft nach oben
Trotz der jüngsten Fortschritte bei Baemin sieht der UBS-Experte das Unternehmen nach wie vor als unterbewertet an. Sein Kursziel liegt bei 38 Euro – das sind satte 65 Prozent über dem aktuellen Handelsniveau. Entsprechend bleibt Barnet-Lamb bei seiner Kaufempfehlung, auch wenn er das Ziel leicht nach unten korrigiert hat.
Die Frage bleibt: Kann sich die Aktie von diesem niedrigen Niveau nachhaltig erholen? Die frühen Signale aus Südkorea stimmen zumindest vorsichtig optimistisch. Doch der Weg zurück zu alter Stärke dürfte steinig bleiben – besonders angesichts der anhaltenden Herausforderungen im Nahen Osten und Nordafrika.
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